Seyran Ateş ist mit den Grünen derzeit nicht grün, obwohl sie einst sogar Mitglied war. Auf ihre Parteikritik gab es bereits ein geteiltes Echo. Nun antwortet die Autorin auf The European, warum sie von der Integrationspolitik der Grünen so enttäuscht ist. Sie warnt davor, die Augen vor konservativen islamischen Kräften zu verschließen – und wehrt sich dagegen, als Nazi beschimpft zu werden.
Mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ hat der ehemalige Berliner Finanzsenator (2002-2009) eine bundesweite Debatte losgetreten. Das Buch verkaufte sich millionenfach, gleichzeitig wurde Sarrazin jedoch vorgeworfen, er sei ausländerfeindlich. Der 1945 in Gera geborene Volkswirt saß nach seiner Zeit im Berliner Senat im Vorstand der Deutschen Bundesbank. Schon damals wurden viele seine Äußerungen zur deutschen Sozialpolitik kontrovers diskutiert.
Die Kanzlerin holt sich in der Türkei vermeintlich eine blutige Nase mit ihrem Konzept der privilegierten Partnerschaft. Ihr Vorschlag ist getürkt: Er geht an die Adresse ihrer Klientel daheim und nicht an Ministerpräsident Erdogan. Der Beitritt des Landes zur EU ist schon beschlossene Sache.
Er ist einer der ihren, aber er kann doch nicht nur sie vertreten: Barack Obama ist ein Präsident, der jenseits von Hautfarbe denkt und handelt. Damit sichert er sich politisch ab, die Probleme der schwarzen Unterschicht bleiben vorerst ungelöst.
Angst, Hass und Ignoranz – das sind die Worte, mit denen Muslime oftmals die Stimmung beschreiben, die ihnen im Westen entgegenschlägt. Der Islam wird verdammt und verteufelt. So wird es immer komplizierter, interkulturelle Kommunikation voranzutreiben.
Einwanderungsgesellschaften sind selten frei von Konflikten. Niemand bestreitet, dass es Probleme gibt, im Gegenteil – es gibt viele! Integration ist eben ein wechselseitiger Prozess und kein fortwährendes Straßenfest.
In seinen Äußerungen beruft Thilo Sarrazin sich auch auf die Studien des US-Genetikers Harry Ostrer. Jetzt wehrt der Wissenschaftler sich: Seine Forschungsergebnisse würden verzerrt dargestellt. Eine genetisch bedingte Gruppenidentität gibt es nicht.
Bei der Tea-Party-Bewegung handelt es sich unter anderem um das letzte Aufbäumen eines Teils der (noch) weißen Mehrheit, die durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und einen monumentalen demografischen Wandel ihre bisherige Bedeutung in der amerikanischen Gesellschaft schwinden sieht. Doch die junge Generation tickt anders.
Welche Funktion hat interkultureller Austausch in einem global vernetzten Zeitalter? Als Anthropologe und Ethnobotaniker erforscht Wade Davis die entlegensten Winkel der Erde. Mit Cora Currier sprach er über Umwelttourismus und die Rolle der Mythologie im 21. Jahrhundert.