Der höchst unappetitliche Mao Tse-tung empfahl den Revolutionären, wie die Fische im Wasser zu sein. Lasst uns für das Internet dagegen wie die Fische im Netz sein. Nein, nicht gefangen. Vielmehr die Knoten für die Verbindungen untereinander nutzen.
Zuhören, überzeugen, mobilisieren – klassische Kampagnenarbeit und das Prinzip der Mitgliederpartei werden durch das Social Web gestärkt. Auch wenn der Obama-Rausch verflogen ist, wollen die Parteizentralen in Deutschland ihre Anhänger in sozialen Netzwerken weiter unterstützen.
Der PR-Manager leitet die Onlinekampagnen der Non-Profit-Organisation FreePress in den USA. Der Thinktank hat sich insbesondere dem Kampf für ein freies Internet verschrieben. Karr war vor seinem Engagement bei FreePress als Executive Director für MediaChannel.org und als Vize-Chef des Globalvision News Network tätig. Der gelernte Journalist und Bildredakteur schrieb und fotografierte unter anderem für Associated Press, „Times“ und „New York Times“. Der PR-Manager bloggt zudem für die „Huffington Post“ und „MediaCitizen“.
Der IT-Berater wurde 1972 in Frankfurt am Main geboren. Best wurde durch seine Unterstützung des Googel-Dienstes „Streetview“ landesweit bekannt. Er arbeitet als Senior Strategy Consultant, Redner und Autor in den Bereichen Digitaler Wandel, Social Media und eCommerce. Die Veränderungen in der Kommunikation, geschaffen durch die Möglichkeiten der digitalen Medien, sind für Jens Best Grundlage neuer Kollaborations- und Partizipationsmöglichkeiten in allen gesellschaftlichen Feldern.
Der Politiker der Piratenpartei wurde 1980 geboren und lebt in Berlin. Urbach ist Referent für Wissens- und Informationsmanagement der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Er ist seit 2009 aktives Mitglied der Piratenpartei. Er befasst sich vor allem mit den Themen ACTA, Transparenz des Staates und Urheberrecht. Seit 2011 ist er zudem im Vorstand von „12 Miles Ahead“. In diesen Organisationen arbeitet er an freier Netzinfrastruktur und unterstützt Demokratiebewegungen im „Arabischen Frühling”.
Der CDU-Politiker wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Germanistik, Neuere Geschichte und Politikwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2007 promovierte Tauber dort am Historischen Seminar unter Prof. Dr. Lothar Gall. Er ist Mitglied des Bundestages und dort für die CDU in der Enquete-Kommission “Internet und Digitale Gesellschaft” aktiv.
Die SPD ist auf der Suche nach der eigenen Linie. Martin Eiermann sprach mit dem ehemaligen Juso-Vorsitzenden Björn Böhning über Sozialreformen, Netzpolitik und das Glaubwürdigkeitsproblem der SPD.
Die Regierung will den Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung einfach nicht erfüllen. Mitsprache ja, aber nur, solange sie von gut zahlenden Lobbyisten kommt. Mit der Ablehnung der Mitmach-Software Adhocracy wird die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft wieder das, was sie sein sollte: ein Placebo für Internet-Chaoten.
Dialog ist zwingende Voraussetzung von Integration und genau den gewährleistet das Netz. Wir hören dem Gegenüber besser zu, haben weniger Hemmungen und können das Web als Sprachrohr nutzen. Faule Äpfel werden schnell erkannt, derweil multi-kulturelle Plattformen immer mehr Erfolg haben.
Etwa zwei Dollar werden in Deutschland pro Kopf in den Ausbau der Breitband-Netze investiert. In Singapur sind es über 150 Dollar. Dabei wird gerade die Netz-Infrastruktur zum wichtigen Wirtschafts- und Innovationsfaktor. Droht der ehemalige Exportweltmeister den Anschluss zu verlieren?