Seit 2008 trägt Michael Eissenhauer als Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin die Verantwortung für den mit 15 Sammlungen und vier Instituten größten Museumsverbund in Deutschland. Als Präsident des Deutschen Museumsbundes vertrat er von 2003 bis 2009 zudem die Interessen der über 6000 deutschen Museumseinrichtungen. Eissenhauer wurde 1956 in Stuttgart geboren und studierte in Tübingen und Hamburg.
Der stellvertretende Direktor des Ethnologisches Museum Berlin war nach seiner Promotion Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin am Lateinamerika-Institut, Fach Altamerikanistik.1989 wurde Haas Leiter der Abteilung Amerikanische Ethnologie am Ethnologischen Museum und neun Jahre später, Leiter der Abteilung Zentrale Dienste am Ethnologischen Museum. Seit 2002 ist er Stellvertretender Direktor des Ethnologischen Museums und seit 2008 erneut Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin. Er kuratierte die Ausstellung: „Vodou. Kunst und Kult aus Haiti“.
In Deutschlands erstem und einzigem Archiv für Jugendkulturen sammelt Klaus Farin seit mehr als zehn Jahren alles, was den vermeintlich pöbelnden, vernetzten und pornografischen Nachwuchs der Republik beschreibt. Es wird klar, dass grobe Schlagworte die deutsche Jugend kaum erfassen können. Das Interview führten Franziska Prinz und Anna Nosthoff.
Abertausende Kunst- und Kulturschätze sind in den vergangenen Jahrhunderten in die Archive und Ausstellungen europäischer Museen gewandert. Auch die Nofretete ist inzwischen in Berlin zuhause. Jetzt mehren sich die Rufe nach einer Rückführung. Kulturgeschichte wird zum traurigen Politikum.
Museen sind Hüter von Kulturgeschichte, sowohl der eigenen als auch der anderer Völker. Der Streit um die Rückgabe von Kunstgütern darf daher nicht in gegenseitige Beschuldigungen ausarten. Es geht um nicht geringeres als die Bewahrung unserer Zivilisation.