Das E-Book ist in den USA längst ein Bestseller. Und das völlig zu Recht. Es ist praktisch, schick und umweltfreundlich. Trotzdem will es in Deutschland kaum jemand haben. Über ein hoffnungslos altmodisches Kapitel der deutschen Lesekultur.
Die goldenen Tage des Fernsehens scheinen gezählt: Youtube statt Tagesschau, Streaming statt Vorabendserien. Wer jetzt den Wandel fordert und dabei an HD denkt, hat den Zug in die digitale Welt schon verpasst.
Im 15. Jahrhundert versprach man dem gedruckten Buch ebenso wenig Zukunft wie dem E-Book heute. Genau in dieser Kurzsichtigkeit liegt der Fehler.
Wer schreibend sein Geld verdient, muss das E-Book nicht begrüßen. Das ändert freilich nichts.
Das diesjährige Weihnachtsgeschäft war ein Hit für Amazon – dem Kindle sei Dank. Und auch für den Journalismus ist der Erfolg der eReader eine frohe Botschaft zur rechten Zeit.