Ein Jahr lang duschen, 250 km Auto fahren und 20 Tage lang Licht brennen lassen – diese Werte entsprechen der Produktion von nur einem Kilo Rindfleisch. Wen das noch nicht überzeugt, der denkt vielleicht mal an die Tierquälerei in der Massenzucht und daran, dass Fleischverzicht das Risiko von Herzerkrankungen deutlich minimiert.
Grillfleisch schmeckt – zumindest, wenn es mit gutem Gewissen gegessen werden kann. Neben dem positiven eigenen Befinden hat Biofleisch aber noch einen anderen Vorteil, denn eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung ist auch gut fürs Klima.
Krisen machen besinnlich. Unsere Gesellschaft isst wie besinnungslos Fleisch. Masse statt Qualität. Der deutsche Weinbau hat vor Jahren schon den Weg aus der Massenproduktion gefunden. Er taugt als Vorbild.
Das Problem ist verwickelt wie eine Roulade: Darf der Mensch Tiere schlachten, um sie später in Form eines Steaks auf dem Grill zuzubereiten? Descartes machte Tier zu Schlachtvieh, denn es habe weder Seele noch Geist. Doch der Philosoph kannte moderne Schlachtfabriken nicht. Es scheint an der Zeit, unsere Seelen zu retten.