„Es stört mich nicht, was meine Minister sagen, solange sie tun, was ich ihnen sage.“ Margaret Thatcher
Der 1954 in Bonn geborene CDU-Politiker ist Verteidigungsminister im Kabinett Merkel und seit 2010 Honorarprofessor für Staatsrecht an der TU Dresden. De Maizière war zuvor Minister für besondere Aufgaben und Chef des Kanzleramts (2005-2009) sowie Bundesinnenminister (2009-2011). Er beerbte Karl-Theodor zu Guttenberg im Ministerium für Verteidigung als dieser das Amt in Folge eines Skandals aufgeben musste. De Maizières Vater Ulrich war von 1966 bis 1972 Generalinspekteur der Bundeswehr.
Nach seinem Studium der Soziologie war er bis 2005 als Geschäftsführer und Stiller Gesellschafter in einer Maschinenbau-Firma tätig. Seit 2002 vertritt er seine Partei im Deutschen Bundestag. Im Februar 2009 wurde Dobrindt zum Generalsekretär der CSU gewählt, als Nachfolger von Karl-Theodor zu Guttenberg.
In seinem offensichtlichen Bemühen, den Vorgang nicht als Fehler der Truppe darzustellen, hat Jung selbst zu viele Fehler gemacht.
Ob der Verteidigungsminister zur Attacke vom Kunduz eine bewusste Falschaussage getroffen hat, wird vorerst seine politische Zukunft entscheiden.
Guttenberg hat eine erste Fehleinschätzung des Angriffs von Kunduz eingeräumt. Auf eine genaue Erklärung des Vorgangs wartet die Öffentlichkeit noch. Der charmante Aufsteiger hält dem Rücktrittsruf aus der Opposition allerdings stand.
Mit Guttenberg wurde ein Stück als gleichmacherisch und öde empfundene alte Bundesrepublik in die Tonne getreten. Wer heute Rücktrittsforderungen stellt, sollte sich mit dem Phänomen Guttenberg beschäftigen: Authentizität oder Inszenierung?
Es gibt keine Affäre zu Guttenberg, sondern einen Krieg, der nicht so heißen darf, eine Regierung, die sich am Hindukusch verrannt hat, eine Kanzlerin, die sich wegduckt, und eine Opposition, die schnell vergessen hat, dass sie eben noch im Gleichschritt mitmarschiert ist.
Das erste Mal nahm ich Karl-Theodor zu Guttenberg in absentia wahr. Es war im Sommer 1997 in Neubeuern am Chiemsee. Für die Recherche zu meinem Buch “Alpine Interiors” hatte Enoch zu Guttenberg, Dirigent, Chorleiter, kämpferischer Homo politicus, engagierter Umweltschützer, Vater zweier Söhne, mir in seinem Landhaus freie Hand gelassen …
Schwarz-Gelb ist am Ende. Jetzt schon. Wenn man mit Kollegen in Berlin spricht, dann drucksen wir noch so ein bisschen herum, weil wir es selbst noch nicht so richtig glauben können. Aber ehrlich: Es ist vorbei.
Baron zu Guttenberg hat das Kunduz-Bombardement und die nachfolgende Aufklärung bislang mit einem Adelsbonus gut überstanden. Dabei machte der Verteidigungsminister zu früh und schlecht informiert den Mund auf.