Die Kritiker des Papstes wollen keine perfekte Kirche, sondern ihre Demontage. Den Philosophen auf dem Stuhl Petri treffen die Anfeindungen der vergangenen Wochen hart. Seine Papstkirche könnte mit Einigeln reagieren. Fatal, denn die Welt braucht die Kirche.
Der Papst ist auf der Suche nach der Liebe der Gläubigen. Denn: Obwohl er seine Versprechen hält – er geht auf Muslime und Juden zu und gegen pädophile Priester vor –, verstehen ihn die Katholiken immer weniger. Sein einziger Trost: Johannes Paul II. erging es auch nicht besser.
Vergebene Chancen zeichnen das Pontifikat Benedikts XVI. aus. Kirchenkritiker Hans Küng erklärt, weshalb die Kirche eine neue Reformpolitik braucht, die auch Laientheologen ordiniert. Das Petrusamt wird nicht fallen, der päpstliche Absolutismus hingegen schon.