Wahlkampfzeit ist Austeilzeit. Wer im politischen Duell bestehen möchte, muss zu attackieren wissen. Dabei zeigt sich jedoch, wer verstanden hat, wo die Grenze liegt. Stichwort Elefantenrunde 2005. Einen geschlagener Schröder schlug verbal um sich und bewies damit alles, nur keine Reife. Was Reife ist, sagt uns die Bibel.
Schwach, kraftlos, weiblich. Vor allem im Fußball beherrscht immer noch das Vorurteil den Diskurs zur Homosexualität. Dabei gibt doch erst Toleranz Kraft zum Toreschießen.
Es ist gut, dass am 11. September kein Koran brannte. Bücher zündet man nicht an, Bücher, die anderen heilig sind, schon gar nicht. Weniger gut ist es, dass Ausfälle gegen den Islam verurteilt, solche gegen Judentum und Christentum aber eher toleriert werden.
Die Berliner Mauer ist gefallen, der Geist in dem sie errichtet wurde, lebt weiter. Mauern sollen schützen: vor anderen Menschen und vor ihren Ideen. Nur politischer Mut kann diese Schutzwälle niederreissen.
Auch 10 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September müssen wir lernen, vernünftig mit der Angst umzugehen. Liberal ist, die Probleme der multikulturellen Gesellschaft zu lösen, anstatt sie abzulehnen.