„Wenn man sich das anschaut, ist das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern das Untergewicht.“ Thilo Sarrazin
Im Iran machen Frauen mit kreativen Widerstandshandlungen auf sich aufmerksam: mit öffentlichen Liebesbriefen. Diese intimen Zeugnisse persischer Poesie kann das Mullah-Regime zwar kaum verhindern. Doch nur mit internationaler Unterstützung kann ein Machtwechsel in Teheran gelingen.
Die internationale Frauenbewegung ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Doch auch wenn die Gleichberechtigung der Geschlechter Mainstream und Regierungspolitik ist, sind Männer und Frauen noch längst nicht in allen Belangen auf Augenhöhe. Weltfrauentage, Girls Days und Quotenregelungen sollen Abhilfe schaffen. Geht der Aktionismus an den Ursachen der Probleme vorbei?
Zwar hat die Frauenbewegung in den letzten 100 Jahren viel erreicht, doch es gibt noch viel zu tun. Wenn auch im 21. Jahrhundert eklatante Gehaltsunterschiede gesellschaftsfähig sind, müssen Frauen für ihre Rechte eintreten. Wir brauchen sie, die Aktionstage!
In Bezug auf die Gleichstellung von Mann und Frau wurde bereits viel erreicht. Von einer wahren Geschlechtergleichheit sind wir dennoch weit entfernt. Aktionen wie der „Girls’ Day“ sind gut, doch wir brauchen Gleichheit an allen 365 Tagen des Jahres.
Es geht um Respekt gegenüber den Frauen. Und den kann auch ein Aktionstag wie der Internationale Weltfrauentag stärken. Doch Gleichheit darf kein Kuriosum, sondern muss Alltag sein.
Gleichberechtigung lässt sich nicht mit einzelnen Events erreichen. Vielmehr braucht es Unterstützer, die rund ums Jahr für die Geschlechtergleichheit eintreten. Gewerkschaften schaffen es, über Partikularinteressen hinaus Allianzen zu schließen.
In der Praxis sind wir noch weit entfernt von einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter. Das hat viel mit dem Fortwirken alter Rollenbilder und Stereotype zu tun, die sich hartnäckig halten. Hinweg mit ihnen!
Seit den 90er Jahren engagiert sich die Gründerin der Organisation medica mondiale für Frauenrechte weltweit. Im Interview mit Alexandra Schade spricht die Trägerin des Alternativen Nobelpreises über ihre schwierige Kindheit, die oft frustrierende Arbeit für Frauenrechte und die Abzugsperspektive für Afghanistan.
Die freie Journalistin ist Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes „New Women For Europe“ mit Beraterstatus am europäischen Parlament. Als Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“ tritt sie für einen neuen Feminismus abseits von Gender Mainstreaming und Quotenwahnsinn ein. Sie ist verheiratet und mit Leib und Seele Mutter von vier Kindern. Geboren 1975 jenseits der transsilvanischen Wälder lebt sie seit 1984 in Deutschland, war von 2005-2008 Herausgeberin der christlichen Monatszeitung „VERS1“ und schreibt heute für verschiedene Printmedien und Blogs.
Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.