„Es sind die Bürger, die dem Staat die Einschränkung ihrer Freiheitsrechte zugestehen.“ Sebastian Blumenthal
Die aserbaidschanische Menschen- und Bürgerrechtsaktivistin leitet das Institut für Frieden und Demokratie in Baku. Dieses hat es sich zum Ziel gemacht, das demokratische Bewusstsein der Öffentlichkeit zu stärken und die Bevölkerung über die Schwierigkeiten aufzuklären, einen Rechtsstaat zu etablieren. Yunus ist eine international bekannte Kritikerin des aderbaidschanischen Aliyew-Regimes.
Die Armenierin, 1988 in einem heute nicht mehr existierenden Staat geboren, studierte Internationale Beziehungen mit Fokus auf regionaler Entwicklung (u.a. Bergkarabach). Als Teilnehmerin der OSZE-Konferenz-Simulation beschäftigte sie sich mit Rechtsstaat, Korruption und Menschenrechten in ehemaligen Sowjet-Staaten. Martirosyan macht ihren Master mit Schwerpunkt Europastudien am Europakolleg in Warschau. Sie forscht in den Bereichen Europäische Außen- und Nachbarschaftspolitik, insbesondere zum aserbaidschanisch-türkischen Tandem und zum Armenien-Türkei-Konflikt.
Geboren 1969 in Baku, absolvierte er sein Studium an der Staatlichen Erdölakadamie. Nach Ableistung seines Militärdienstes trat er 1991 in den diplomatischen Dienst ein. Von 1992 bis 2001 bekleidete Shabazov verschiedene Positionen im aserbaidschanischen Außenministerium. Danach war er für vier Jahre in Österreich, an der Botschaft und als Vertreter seines Landes bei den in Wien ansässigen Internationalen Organisationen. Seit August 2005 ist Parviz Shabazov Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland.
Der aserbaidschanische Blogger und Aktivist wurde 1979 in Baku geboren und hat Jura in seiner Heimatstadt sowie an der Universität des Saarlandes studiert. Er war für die Friedrich-Ebert-Stiftung in Aserbaidschan sowie als Berater beim Europarat tätig. Zusammen mit Adnan Hajizada wurde er 2009 angegriffen und unter der falschen Anschuldigung von Rowdytum verhaftet und verurteilt. Nach 17 Monaten wurde er aus der Haft entlassen. Milli ist Mitbegründer des Alumni Netzwerks und promoviert zur Zeit in London.
Der Aserbaidschaner arbeitet seit 14 Jahren als freier Journalist für verschiedene Medien, u.a. für die Bakuer Zeitungen „Zerkalo“ und „Echo“. Seit 2004 ist er unabhängiger Korrespondent der Online-Plattform Eurasianet in Aserbaidschan.
Der aserbaidschanische Video-Blogger und Aktivist wurde 1983 geboren und studierte Politikwissenschaften an der Richmond University (USA) sowie Jura an der Khazar Universität in Baku. Er ist Mitbegründer der aserbaidschanischen Jugendbewegung OL! und seit 2005 Online-Aktivist. 2009 wurde er angegriffen und unter der falschen Anschuldigung von Rowdytum verhaftet. Hajizada wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt und nach 17 Monaten auf Bewährung entlassen. Er lebt in Baku und ist Koordinator des größten alternativen Bildungsprojekts in Aserbaidschan namens „Free Thought University“.
Der Journalist, Musiker und Moderator wurde 1948 in Bramsche geboren und absolvierte nach seinem Abitur ein Studium der Anglistik, Soziologie und Geschichte auf Lehramt in Hamburg. Die Promotion erfolgte 1977 und trägt den Titel „Rollende Worte – die Poesie des Rock“.
Seit 1974 arbeitet Peter Urban für den Norddeutschen Rundfunk und ist seit 1988 Redakteur in der Musikredaktion. Bei NDR Info und NDR 2 moderiert er regelmäßig Musiksendungen. Den Eurovision Song Contest kommentiert er seit 1997. Peter Urban ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Armenien boykottiert den Song Contest im Nachbarland Aserbaidschan – gewonnen hat es dadurch allerdings nichts. Für die Armenier ist der Boykott trotzdem alternativlos.
Selbst wenn man den aktuellen politischen Kontext ausblendet, ist und bleibt der Eurovision Song Contest eine politische Veranstaltung. Fast alle Länder nutzen die Bühne zur Selbstdarstellung – und werden darin immer besser.
Entgegen der Auffassung der Ausrichter ist der Eurovision Song Contest eine hochpolitische Veranstaltung. In Baku besteht die Gefahr, dass er als Propaganda für das herrschende Regime genutzt wird.