„Im Umgang mit der Sprache steht der Schriftsteller vor der Aufgabe, eine allgemeine Dirne zu einer Jungfrau zu machen.“ Karl Kraus
Der Politiker der Piratenpartei wurde 1980 geboren und lebt in Berlin. Urbach ist Referent für Wissens- und Informationsmanagement der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Er ist seit 2009 aktives Mitglied der Piratenpartei. Er befasst sich vor allem mit den Themen ACTA, Transparenz des Staates und Urheberrecht. Seit 2011 ist er zudem im Vorstand von „12 Miles Ahead“. In diesen Organisationen arbeitet er an freier Netzinfrastruktur und unterstützt Demokratiebewegungen im „Arabischen Frühling”.
Das Handelsabkommen ACTA wird unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Es sieht willkürliche Durchsuchungen von Privatcomputern und weitere Eingriffe in Bürgerrechte vor. Unter Internetaktivisten formiert sich weltweit der Widerstand. Sie fordern eine vollständige Rücknahme ACTAs.
ACTA, das Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen und Produktpiraterie, wurde von den meisten Vertretern der EU-Staaten unterzeichnet. Ihre fatale Hoffnung: mit der Vergangenheit die Zukunft zu sichern.
Die Proteste gegen das geplante ACTA-Gesetz sind massiv. Und während sich die Politik offline verwundert die Augen reibt, vergeht eine erneute Chance zur Aufklärung. Denn Akzeptanz setzt Transparenz und Beteiligung voraus.
Verdünnisiert Euch, Ihr Hüter der bigotten und repressiven Moral. Viele Bedrohungen freiheitlicher Grundrechte sind selbst kreiert – ein Grund mehr, dem Treiben von Vereinen wie dem Volkswartbund einen Riegel vorzuschieben.
Während wir über ACTA und die „Kostenloskultur“ streiten, bezahlen anderswo die Menschen den tragischen Preis für guten Journalismus.
Das Internet rüttelt an demokratischen Strukturen – und kann dabei helfen, sie zur Geltung zu bringen. Die Politik sollte die Proteste gegen ACTA ernst nehmen – drei Gründe sprechen gegen das Abkommen.