Der gebürtige Italiener (Jahrgang 1978) ist Senior Fellow am Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit. Casertano hat an der Columbia University und der Universität Potsdam studiert. Er ist Kolumnist für das italienische Magazin Linkiesta.it und die Finanza & Mercati.
Zuletzt aktualisiert am 22.05.2012China gründet sein immer noch beispielhaftes Wirtschaftswachstum unter anderem auf gigantische staatliche Investitionen. Staatskapitalismus nennt sich das. Dieses Modell taugt nicht für die Weltwirtschaft.
Auch wenn es sich die Bild-Zeitung noch so sehr wünscht: Eine Rückkehr der D-Mark ergibt wirtschaftlich keinen Sinn, denn es droht Inflation und ein Einbruch der Exportwirtschaft. Wie sich das auswirkt, kann man in der Schweiz sehen.
China durchlebt einen energiepolitischen Wandel: weg von weltweiten Transportwegen, hin zur Kooperation mit dem russischen Nachbarn.
Der Preis für Öl und damit Benzin wird wieder sinken – für diese Vorhersage braucht es keine Glaskugel, sondern nur einen rationalen Blick auf den Markt.
In China bildet sich langsam eine Schicht von Oligarchen. Doch je reicher das Land wird, desto instabiler die staatliche Planwirtschaft – so scheint es. Vor vorschnellen Urteilen sollten wir Europäer uns jedoch hüten.
Europa guckt gebannt auf Berlin und den wirtschaftlichen Erfolg der Deutschen. Der Wunsch nach Wachstum ist groß, das teutonische Modell lässt sich aber nicht ohne Weiteres kopieren.
Mit Pomp und Getöse hat sich Frankreichs Noch-Präsident Sarkozy in den Élysée-Palast gehievt, ganz wie einst Berlusconi. Doch der taugt als Vorbild nicht mehr viel: Jetzt setzt der Franzose auf geschickten PR-Nationalismus.
Der Westen kann sich nicht zu einer Intervention in Syrien durchringen – jetzt dominieren die Interessen von Teheran bis Beirut die Situation im Land. Die Balkanisierung und ein langer Krieg drohen.
Griechenland steht kurz vor der Staatspleite – oder hat die Linie vielleicht schon überschritten. Doch aus zwei Gründen wird das niemand eingestehen.