„Eine Türkei, die sich wirklich vorbehaltlos gegenüber der politischen Kultur des Westens öffnet, wäre ein denkbares Mitglied.“ Heinrich August Winkler
Er ist der parlamentarische Korrespondent von The European. Zuvor arbeitete er lokal und regional als freier Journalist und für das ZDF in Mainz. Er hospitierte bei der Bild am Sonntag sowie bei Welt und Welt Online. Aktuell beendet er sein Magister-Studium der Politik und Publizistik und schreibt als Fernsehkritiker für Welt Online.
Zuletzt aktualisiert am 15.01.2012
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Christian Wulff geht, Joachim Gauck kommt. Wohl kaum. Die Kanzlerin würde der Opposition einen solchen politischen Triumph nicht gönnen.
Ein Herrscher ohne Volk war Adolf Sauerland schon lange – nun haben ihn die Duisburger aus dem Schloss gejagt. Die Demokratie hat sich als wehrhaft erwiesen.
Christian Wulff ist noch Präsident, irgendwie aber auch nicht – in Bellevue stehen gepackte Koffer. Die Republik wurde in eine Sackgasse manövriert.
Die Bundesregierung will dafür sorgen, dass mehr Migranten in der öffentlichen Verwaltung arbeiten. Ein richtiger Schritt, nirgends sonst sind sich Bürger und Staat so nah.
Zahlreiche Spitzenpolitiker der Linken werden vom Verfassungsschutz beobachtet, angeblich um die freiheitlich-demokratische Ordnung zu verteidigen. Das Gegenteil ist der Fall.
Teile der Linken marschieren Arm in Arm mit Baschar al-Assad. Oder etwa nicht? Im Bundestag nahm sich das Plenum dieser Frage an, vergaß aber die eigentliche.
Weitgehend unbemerkt hat die Piratenpartei in Berlin ihre Pläne für 2012 und die Wahl im Jahr darauf vorgestellt. Dabei sollte jeder Freund der Demokratie genau hinschauen.
Mein Unwort des Jahres: Endspiel! Weil die schönste Sache der Welt nicht als faule Metapher verwandt werden darf und als solche ohnehin nur für die Blödheit mancher Journalisten steht.
Seit gestern wissen wir, Wulff bleibt. Man kann unglaublich viel lernen aus dieser Posse, über die Politik, über die Medien. Am wichtigsten: (Junge) Berufspolitiker haben in Bellevue nichts verloren.