Sehr mächtige Kräfte haben gegen das Internet Position bezogen. Sergey Brin

Reinhard Schlieker

Reinhard Schlieker

Der Journalist Reinhard Schlieker ist Börsen- und Finanzexperte beim ZDF. In dieser Funktion ist er Gesprächspartner in allen aktuellen Sendungen. Schlieker begleitet das Wirtschafts- und Finanzgeschehen – und mit besonderer Aufmerksamkeit die Krise der Eurozone – seit Jahren aus dem ZDF-Börsenstudio in Frankfurt am Main.

Zuletzt aktualisiert am 19.03.2017

Kolumne

  • Einen Kursus in „Wie überlebe ich die Politik“ absolvieren derzeit die einst mächtigen Energiekonzerne RWE und EON. Andere Branchen dürften sich das riesige Desaster mit vorheriger Ansage sehr genau ansehen – und insgeheim aufatmen, wenn sie auf ihre Ertragsperlen im Ausland blicken. Hierzulande ist angesichts ideologischer Erstarrung des deutschen Wesens auf Sicht kein Lichtblick zu erwarten.

Kolumne

  • In London muss es vernehmlich „pfffft“ gemacht haben, als die Anforderung der EU bekannt wurde: Die Londoner Börse LSE sollte, um mit der Deutschen Börse fusionieren zu dürfen, ihr Italiengeschäft abstoßen. Angesichts des Milliardenprojekts Börsenfusion wäre das kein so dramatisches Opfer gewesen – im Lichte der jüngsten Entwicklungen kamen den Londonern die Brüsseler Auflagen wohl gerade recht.

Kolumne

  • Es gibt da eine Theorie: Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er auf dem Eis tanzen. Diese Hypothese lässt sich in der Realität schwer verifizieren, dazu gibt es einfach nicht genug Esel, denen es einerseits zu wohl wäre, und die anderseits freien Zugang zu einer Eisfläche ihrer Wahl hätten. Aber das sprichwörtliche Phänomen lässt sich auch recht gut mit der derzeitigen Energiewende illustrieren.

Kolumne

Kolumne

  • Alles bebt und zittert und zagt ob der denkbaren Ausgänge der US-Präsidentschaftswahl, und in der Tat sind die Aussichten düster. Dabei werden all die martialischen Sprüche, vom einen, dass man Amerika in den Mittelpunkt stellen und das Globale den eigenen Interessen unterordnen solle, von der anderen ähnlich, nur höflicher, niemals eins zu eins Realität werden. Die Zombies lauern woanders.

Kolumne

  • Im dritten Quartal des Jahres ist der Deutschen Bank Unerwartetes widerfahren: Man hat vor Steuern 619 Millionen Euro verdient, was von der Summe her allerdings den Effekt eines Wassertropfens auf einer gut heißen Herdplatte ausmacht. Deshalb reagierte auch der Aktienkurs kaum, schließlich lauern im Hintergrund genügend Risiken, die ein Vielfaches dieser Millionen verschlingen könnten.

Kolumne

  • Note 7 – das ist Englisch. Es erinnert aber an deutsche Schulnoten, wo es eine Note 7 bislang nicht gibt, angesichts der Samsung-Smartphone-Pleite gehört sie aber erfunden! Nachdem sogar werksseitig reparierte Geräte des Galaxy-Spitzentelefons reihenweise in Flammen aufgingen, lösten sich die Gewinnerwartungen bei Samsung, soweit absehbar, in Rauch auf. Und von Erklärungen keine Spur!

Kolumne

  • Die Fachleute und Wirtschaftsweisen sind sich einig: Die Welt des Zahlungsverkehrs ändert sich – erneut, wieder einmal. Während die Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte mehr oder weniger verständlich für den Kunden vollzogen, wenn auch nicht unbedingt immer in seinem unmittelbaren Interesse, geht es jetzt ganz anders zur Sache

Kolumne

  • Geld macht sinnlich. Da kann man durchaus glauben, dass spröde Bürokraten in Brüssel ebenso wie Steuerkommissare in den USA feuchte Hände, wenn nicht gar Tränen der Rührung in die Augen bekommen, wenn sie sich bei Apple den Steuersatz im Vergleich zu den Ersparnissen ansehen. Früher oder später war zu erwarten, dass dies viele sinnliche Geld die Bürokraten-Phantasien anregt.

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