Film ist wie das Leben: Man kann ihn nicht in einem Wort zusammenfassen. David Lynch

„Das Handy ist die wichtigste Entwicklung der vergangenen Jahre“

Dank neuer Technologien und Dienste leben wir heute in einer immer stärker vernetzten Welt. Martin Eiermann sprach mit Juliana Rotich über die Plattform Ushahidi, die Vorteile von Open Source und warum Kultur so wichtig für Innovation ist.

The European: Ushahidi ist von einem einzelnen Projekt zu einer kompletten Plattform gewachsen. Welche Strategie verfolgen Sie?
Rotich: Unser Fokus liegt auf Informationsflüssen. Wie können wir uns die Technologie zunutze machen, die von den Menschen im Alltag benutzt wird? Ein Großteil der sieben Milliarden Menschen auf der Erde besitzt ein Handy. Auf Basis dieser Feststellung können wir fragen: Welche Auswirkungen kann ein so simples Gerät auf den Informationsaustausch haben? Können Informationen uns zu neuen Dingen befähigen? Wie kommen wir an nützliche und relevante Informationen? Wie können wir Informationen vor Ort sammeln und uns die digitale Schwarmintelligenz zunutze machen? Können wir sinnvoll handeln, wenn uns mehr Informationen zur Verfügung stehen?

Wir versuchen, diese konzeptionellen Fragen zu beantworten, indem wir uns mit Alltagstechnologien beschäftigen – Online-Anwendungen, Smartphones, SMS und so weiter. Verschiedene Technologien können kombiniert werden, und unsere Offline-Aktivitäten sollten einen Einfluss auf unser Online-Verhalten haben. Konvergenz ist also enorm wichtig. Der zweite Punkt ist dann Transparenz. Ist es möglich, dass der Schwarm Informationen sammelt und die Obrigkeit unter Kontrolle hält?

„Open Source ist wie ein Gerüst“

The European: Die einen sehen das Internet als Instrument, das im Guten wie im Schlechten verwendet werden kann. Die anderen sagen: Das Netz ermächtigt das Volk, die Machtbalance verschiebt sich von oben nach unten. Wo stehen Sie?
Rotich: Schauen wir doch auf das große Ganze: Wir nutzen Open-Source-Software. Open Source ist wie ein Gerüst, an dem jeder seine eigenen Projekte aufhängen kann und das tun kann, was uns wichtig erscheint. Jonathan Zittrain hat das als „generativity“ beschrieben: Wie muss ein Gerüst aussehen, auf dessen Basis wir alle aufbauen können? Die weltweite Verbreitung von Ushahidi ist ein Beispiel für diese „generativity“.

Zuerst hatten wir ein Projekt in Kenia, dann ist unsere Software ins Spanische übersetzt worden, dann in andere Sprachen. Sie ist in Mexiko benutzt worden, später dann auch in Argentinien und Chile, um beispielsweise Informationen über Wahlen auszutauschen. Das wäre ohne das Open-Source-Modell und die partizipative Natur des Netzes niemals passiert. Ich finde es sehr interessant, wie Technologie zu überraschend neuen Anwendungen kommt. Das Ziel ist es nicht, eine bestimmte Methodik bereitzustellen, sondern die Software, die jeder dann für seine eigenen Zwecke nutzen und abwandeln kann.

The European: Ein Großteil der Infrastruktur des Netzes wird von einer relativ kleinen Anzahl an Unternehmen kontrolliert. Wenn diese Akteure eingreifen wollen, ist das relativ leicht möglich. Wie verträgt sich diese Realität mit dem Bekenntnis zu Open Source und freiem Zugang zu Wissen?
Rotich: Das Infrastrukturproblem ist real. Ein paar großen Firmen gehört ein Großteil der Netz-Infrastruktur, wir benutzen ihre Programme und sie können uns viel vorschreiben. Open Source bietet aber gleichzeitig eine Möglichkeit, diesem Biest beizukommen. Wenn Mauern gebaut werden, gibt es immer auch Menschen, die fragen: „Wie kann ich diese Mauer umgehen?“ Ich kann Ihnen nicht im Detail sagen, wie so etwas aussehen könnte. Die Frage ist sehr elementar, etwa so wie die Frage: „Wie gehen wir mit der Matrix um?“ Ich glaube aber, dass Open Source und Crowdsourcing eine wichtige Rolle spielen werden.

The European: Wie steht es um Ihre Beziehungen zu etablierten Akteuren wie NGOs oder Diplomaten? Viele davon sind seit Jahren oder Jahrzehnten im humanitären Einsatz aktiv, allerdings mit einer sehr anderen Herangehensweise als Ushahidi.
Rotich: Beziehungen sind ein Herzstück von Ushahidi. Wir sind eine Plattform, unsere Software ist offen, kostenlos, frei verfügbar und kann von jedem genutzt werden. Zuerst hatten wir gedacht, dass sich vor allem NGOs oder Medien wie Al Jazeera für unser Projekt interessieren dürften. Und dann waren wir erfreut und überrascht, dass auch das amerikanische Council on Foreign Relations, Amnesty Saudi-Arabien und Amnesty International mit an Bord gekommen sind. Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist also ein wichtiger Punkt.

Ein zweiter Aspekt ist folgender: Wir sagen immer, dass die Technologie nur einen kleinen Anteil am Erfolg oder Misserfolg eines Projektes hat. Unabhängig von der Software ist es wichtig, dass man über Crowdsourcing-Strategien nachdenkt, darüber, wie Informationen gesammelt werden sollen, mit wem man vor Ort zusammenarbeiten, oder wie die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden kann.

„Der Zugang zum Netz ist immer noch ein Problem“

The European: Der Historiker George Dyson hat vor einiger Zeit im Interview dafür geworben, den Begriff der „Informationsgesellschaft“ ad acta zu legen. „Information sind billig“, so Dyson, „aber Deutungen sind teuer.“ Wo liegt für Sie die Herausforderung: im Sammeln von Informationen oder in deren Deutung?
Rotich: Beides ist schwierig. Ich glaube, dass George Dyson vollkommen recht hat. Wenn er von „Deutungen“ spricht, dann beinhaltet das auch die Idee, dass der Kontext wichtig ist, wenn wir Informationen verstehen und einordnen wollen. Wenn Sie beispielsweise Daten sammeln und nicht wissen, ob die Gruppe der Befragten auch repräsentativ ist, dann verzerren Sie unter Umständen das Bild. Ein Beispiel: Twitter wird primär von der Mittelschicht genutzt. Hat das Auswirkungen darauf, welche Schlüsse wir aus Daten von Twitter ziehen können? Natürlich! Wenn wir über Deutungen reden, ist die visuelle Darstellung natürlich wichtig. Aber es hört damit nicht auf: Je mehr Daten Sie haben, desto schwieriger ist es, einen Sinn daraus zu destillieren. Und oftmals sind Deutungen nur dann sinnvoll, wenn sie im Kontext gesehen werden. Stellen Sie sich vor, Sie wären Wahlbeobachter in Nairobi: Sie suchen dann nach Informationen, die sehr lokal sind, kontextuell, und hoffentlich relevant. Die Bedeutung der Daten hängt von Ort und Zeit ab.

The European: Ich würde gerne noch einmal auf die Idee der Konvergenz zurückkommen. Ist das ein Ansatz, um die weißen Flecken zu bekämpfen, die immer noch bei der Netzabdeckung existieren? Denn ansonsten landen wir wieder schnell beim Mittelschichtsphänomen.
Rotich: Ja, der Zugang zum Netz ist immer noch ein Problem. Eine Antwort ist genau das, was Sie ansprechen: Wir kombinieren verschiedene Dienste – SMS, Browser, Smartphones. Ein anderer Ansatz wäre es, zu überlegen, ob wir unsere Reichweite künstlich vergrößern können, zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit dem Radio. In vielen Teilen von Afrika ist das Radio immer noch das wichtigste Nachrichtenmedium. Können wir das irgendwie mit anderen Kommunikationsstrategien kombinieren? Wir haben bisher noch nicht viel von solchen Strategie-Hacks gesehen, aber ich sehe das als eine große Chance.

The European: Das bringt uns zur Frage nach Software-Design. Lassen sich westliche Technologien einfach vor Ort in Afrika anwenden?
Rotich: Auch Technologien, die im „Westen“ für einen bestimmten Zweck entwickelt werden, können von Menschen in anderen Ländern auf interessante Weise genutzt werden. Ethan Zuckermans „Cute Cat Theory“ ist ein Beispiel dafür: Im Westen nutzen wir Facebook oder Twitter oft, um relativ banale Sachen mitzuteilen: „Das hatte ich heute zum Frühstück“, „Schaut mal mit welchen coolen Leuten ich mich treffe“, „Oh, was für eine süße Katze!“ Aber Aktivisten haben sich diese Netzwerke zunutze gemacht, um Informationen über Revolten und Streiks zu sammeln. Hat jemand an so etwas gedacht, als Twitter gegründet wurde? Und muss der Dienst extra dafür ausgelegt sein?

The European: Open Source geht noch einen Schritt weiter. Nicht nur die Anwendung ist variabel, sondern der Code an sich.
Rotich: Wir sollten unterscheiden zwischen „Entwicklung für“ und „Entwicklung mit“. Wenn man „für“ eine bestimmte Sache entwickelt, ist das oftmals sehr hierarchisch organisiert. Aber Technologie kann auch anders funktionieren, sie kann abgewandelt werden und vor Ort eingesetzt werden. Das ist das, was ich „Entwicklung mit“ nenne. Open Source hat diese Macht. Sie haben ein Problem und fangen an, kreativ nach Lösungen zu suchen. Hacks beziehen sich nicht nur auf den Software-Code, sondern auch auf die Art und Weise, wie die Software dann eingesetzt wird.

The European: Was ist für Sie der wichtigste Hack oder die wichtigste Entwicklung der vergangenen Jahre?
Rotich: Ich stimme für das Handy. In Kenia war das Nokia 1100 sehr wichtig: Ein einfaches Handy, mit dem man telefonieren und SMS schreiben konnte. Das hat die Menschen über große Distanzen hinweg verbunden. Die nächste Innovation wären dann Glasfaserkabel, da gab es 2009 einen absoluten Durchbruch in Afrika. Seitdem kommunizieren wir anders miteinander. Es wäre vorher niemals möglich gewesen, in Nairobi ein Handy- oder Internetunternehmen großzuziehen. Heute ist das Realität.

„Es ist okay, Gutes zu tun und dabei Geld zu verdienen“

The European: Können gemeinnützige Projekte wie Ushahidi etwas vom Profitdenken von Unternehmen wie Nokia lernen? Oder, anders gefragt: Funktioniert Geld als Anreiz, um Gutes zu tun?
Rotich: Wir machen zwar keinen Profit, aber genauso wie Nokia sind auch wir ein Technologieunternehmen. Manche Leute bezeichnen uns zwar als NGO, aber wir sehen uns eigentlich nicht so. Und Gemeinnützigkeit bedeutet ja auch nicht, dass wir kein Geld einnehmen dürfen. Ein aktueller Trend ist das sogenannte Impact Investing. Geld kann profitorientierte und gemeinnützige Projekte gleichermaßen unterstützen. Es ist okay, Gutes zu tun und dabei Geld zu verdienen. Es ist okay, gemeinnützig zu handeln, aber dabei wie ein klassischer Unternehmer zu denken und mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten.

The European: Sie sitzen im iHub in Nairobi vor dem Computer. Wie leicht lassen sich solche Innovationsoasen vervielfältigen? Die Frage ist doch, ob sich Innovation so tief im System verankern lässt, dass die Wirkung von kreativem Denken weniger abhängig von den jeweiligen lokalen Kontexten ist.
Rotich: Das ist eine sehr gute Frage. Mit dem iHub versuchen wir, in diese Richtung zu denken – aber die Antwort kennen wir noch nicht. Ich glaube, dass Innovation und Unternehmertum immer mit Kultur und Gemeinschaft zusammenhängen. Beides lässt sich nur schwer replizieren. Aber Folgendes ist möglich: Wir können Orte identifizieren, an denen Menschen voller Leidenschaft am Werk sind. Mit diesen Menschen wollen wir reden und sie unterstützen. Das braucht Zeit, und es braucht auch Investitionen, die nicht auf eine schnelle Rendite abzielen. Die globalisierte Welt ist komplizierter geworden, aber es ergeben sich durch die Vernetzung auch neue Chancen. Eine wichtige Frage ist, ob wir Finanzierungsmodelle für diese Oasen der Leidenschaft entwickeln können.

The European: Warum ist Kultur so wichtig für Innovation und nicht bloß die individuelle Leidenschaft? Ist Kultur der Kompass, der uns sagt: „Das hier ist gut, das hier nicht!“? Wollen wir Klonen, oder Gentechnik, oder neue Copyright-Bestimmungen, oder eine bestimmte Art von Fortschritt?
Rotich: Lassen Sie uns doch kurz über die Netz-Szene in den Entstehungsjahren des Internets sprechen. Als damals über die grundlegenden Strukturen des Netzes nachgedacht wurde, gab es beispielsweise die sogenannten Requests for Comments. Das war ein enorm partizipativer Prozess, bei dem jeder sich einbringen konnte. Die Open-Source-Bewegung ist aus dieser Geisteshaltung hervorgegangen und heute ist beispielsweise eine Firma wie Red Hat extrem erfolgreich, indem sie Produkte auf Basis von Open Source entwickelt. Das zeigt mir, dass diese Kultur sehr interessant ist. Wir haben die Macht, mit vorhandenen Werkzeugen Neues zu schaffen. Die Entwicklungspolitik wäre gut beraten, sich mehr am Open-Source-Modell zu orientieren.

The European: Sie beschreiben eine Kultur, die gegen die Grundsätze der „protestantischen Ethik“ des modernen Kapitalismus verstößt: Wir handeln nicht aus Pflicht, sondern aus Leidenschaft. Es geht nicht primär um Geld, sondern um Innovation.
Rotich: Dem stimme ich voll zu. Es gibt auch einige sehr interessante Verbindungen zwischen Open Source und Religion bei der Frage, wie wir uns selbst sehen und in welcher Verbindung wir mit unserer Umwelt stehen. Die Open-Source-Kultur hat eine sehr andere Sicht der Welt als unsere Alltagskultur, aber vielleicht ist das eine Perspektive, mit der wir die großen Probleme unserer Zeit angehen können. Wenn Sie die Menschen fragen, was ihnen aktuell am meisten Sorgen bereitet, dann fallen immer wieder die Begriffe Gesundheit, Bildung, Energieversorgung und Umwelt. Das sind essenzielle Fragen.

Die Stärke von Open Source liegt darin, dass wir uns die Macht eines ganzen Netzwerks zunutze machen können. Wir reden nicht mehr bloß über ein Problem, sondern werden zum Teil der Lösung. Ich weiß auch nicht, wie genau das aussehen könnte – aber ich glaube, dass Technologie uns dabei helfen kann, neue Perspektiven wieder ernst zu nehmen, anstatt sie aus dem Diskurs herauszufiltern. Wenn wir zusammenarbeiten können, um Software zu programmieren, dann können wir auch zusammenarbeiten, um Lösungen für Probleme zu suchen, von denen wir alle betroffen sind.

„Die Vernetzung der Welt ist das Beste, was uns passieren konnte“

The European: Sie haben einmal geschrieben: „Wer innovativ sein will, muss bescheiden sein.“ Was meinen Sie damit?
Rotich: Das hängt zusammen mit der Idee, gemeinsam mit anderen „mit“ etwas zu entwickeln. Wenn Sie „für“ etwas entwickeln, dann ist die Haltung oftmals: „Wir wissen, was gut für die anderen ist.“ Ich komme aus Afrika und ich bin sehr skeptisch gegenüber Initiativen, die Afrika vom Westen aus retten wollen. Das ist ziemlich uncool, sehr besserwisserisch und eigentlich ein Ding der Vergangenheit.

The European: Sind wir blind für Innovationen aus Afrika, aus Südostasien oder aus Südamerika?
Rotich: Es ist immer gut, genau zu schauen, was eigentlich vor Ort passiert. Aber ich kann auch mit dem Finger auf meine afrikanischen Freunde und andere Unternehmer zeigen und konstatieren, dass wir unsere Arbeit besser erklären und vermarkten müssen. Die Vernetzung der Welt ist das Beste, was uns passieren konnte, weil wir unsere eigenen Geschichten jetzt viel einfacher mit anderen teilen können. Wir haben eine Stimme.

Es ist immer einfach, über Menschen zu urteilen, ohne wirklich zu verstehen, was sie denken und warum sie handeln. Wenn man keinen Kontakt zu anderen hat, fällt Verständnis oft schwer. Die Frage ist heute: Nutzen wir die Vernetzung der Welt, um mehr über andere zu erfahren und zusammenzuarbeiten? Dazu müssen wir unseren eigenen Horizont erweitern und global denken. Es gibt heute schon Menschen, die sich wirklich als Weltbürger sehen – ich gehöre dazu. Ich will mit anderen reden, um ihre Sichtweise zu hören und ihre Geschichten.

The European: Sie sagen, wir nutzen die Globalisierung primär, um unsere eigene Weltsicht auf andere zu übertragen. Aber wir müssen weniger Sender sein als vielmehr Empfänger?
Rotich: Das Kony2012-Video ist ein gutes Beispiel. Es hat viral absolut eingeschlagen, aber es hat die Menschen vor Ort kaum zu Wort kommen lassen. Wenn Sie wissen wollen, was die ugandische Diaspora oder die Menschen in Uganda denken, wie sie sich fühlen, was dort passiert, dann muss man nur bei Twitter schauen. Eine Frau mit dem Handle @RosebellK hat ein Video aufgenommen, in dem sie Stellung zum Kony2012-Video bezieht. Es gibt zu jedem Thema mehr als eine Perspektive, unsere eigenen Meinungen werden also oftmals von anderen Sichtweisen infrage gestellt oder verkompliziert. Das ist gut so! Die Dinge sind nun einmal nicht schwarz und weiß. Mit den heute verfügbaren Technologien gibt es keine Entschuldigung mehr, warum wir nicht mit den Menschen vor Ort sprechen sollten.

The European: Sie haben sich vorhin als Unternehmerin beschrieben. Das hier klingt jetzt nach einer Aktivistin. Wie sehen Sie sich?
Rotich: Ich komme aus dem Technologie-Sektor, das ist also ein großer Teil meiner Selbstwahrnehmung. Ich bin eigentlich ein echter Computer-Geek. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich das akzeptiert habe, vor allem als Frau, aber heute finde ich das okay. Ich finde es einfach spannend, mit meinen Kollegen zu diskutieren.

Heute hatten wir ein fantastisches Mittagessen und haben darüber gesprochen, Luftverschmutzung mit Sensoren zu messen und das dann mit Tablets zu vernetzen. Über solche Dinge könnte ich ewig reden: Sensoren, Handys, Kartografie, Technologie allgemein. Andere Leute interessieren sich eben für andere Dinge. Und was mir wirklich Spaß macht, ist, in einem globalen Team zu arbeiten. Wenn wir unsere Telefonkonferenzen haben, dann findet das über sieben Zeitzonen statt. Ein Kollege sitzt in Neuseeland und wenn es hier noch Sonntag ist, ist es dort bereits Montag. Das ist dann so, als ob man einen Anruf aus der Zukunft bekommt – wie cool ist das!

Diese Leidenschaft kann man nicht institutionalisieren. Aber wir können Technologie benutzen, um leidenschaftliche Menschen zusammenzubringen. Dann können wir gemeinsam an Projekten werkeln und uns mit anderen austauschen. Unsere Technologien sind das Gerüst, an dem wir unsere Ideen anbringen können.

Hat Ihnen das Interview gefallen? Lesen Sie auch ein Gespräch mit Tom Chatfield: „Originalität ist ein ziemlich absurdes Konzept“

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Innovation, Internet, Technologie

Kolumne

Medium_45c47f9584
von Gunnar Sohn
11.03.2015

Kolumne

Medium_45c47f9584
von Gunnar Sohn
04.02.2015

Kolumne

Medium_624bfb3b98
von Lars Mensel
23.10.2014
meistgelesen / meistkommentiert