Philosoph kann man erst werden, wenn sich die grauen Haare zeigen. Deshalb begann Friedrich sein Philosophie-Studium, als er die Vierzig schon überschritten hatte. Das Studium schloss er 2009 ab. Zuvor hatte er Meteorologie und Physik studiert und 1989 mit einer Diplomarbeit über die Simulation von Strukturbildung und Chaos in der Atmosphäre beendet. Heute beschäftigt er sich vor allem mit Fragen der praktischen und politischen Philosophie sowie der Technikphilosophie. Friedrich ist außerdem Geschäftsführer der Firma INDAL.
Zuletzt aktualisiert am 19.05.2013Technik verändert unser Verständnis schulischer Bildung. Doch was jetzt vermeintlich unnütz scheint, sollten wir erst recht lehren und lernen.
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Die christlichen Kirchen haben die Verbindung zum Alltag der Menschen verloren. Zeit für eine säkulare Variante, die neben Bibeltexten auch mit Schiller, Goethe und Van Gogh punktet – aber keinen Gott mehr braucht.
Fortschritt ist ein positiver Wert, Stillstand will keiner. Wir wollen ausschreiten und nicht ausharren. Kaum einer stellt sich dem noch entgegen und hält inne.
Seit Jahrzehnten tobt das politische Possenspiel um ein Endlager für Atommüll. Dabei ist es eigentlich logisch, dass es so etwas wie ein Endlager nicht geben kann.
Neuer #aufschrei, diesmal absurd. Eine Karikatur in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung offenbart: Wer für Ideale kämpft, versteht keinen Spaß. Gar keinen.
Warum müssen es immer zwei Menschen sein, die füreinander lebenslange Verantwortung übernehmen und deshalb vom Staat gefördert werden?
Trotz immer größerer Verfügbarkeit von Wissen verstehen wir die einfachsten Dinge nicht. Und je komplexer die Welt erscheint, desto gefährlicher sind die Nebenwirkungen.
Ein Tanzverbot an Karfreitag scheint uns nicht mehr zeitgemäß. Doch mit der Bedeutung von Feiertagen geht dem säkularen Menschen selbst das Bedeutsame verloren.
Die Begriffe mögen aus der Mode gekommen sein, aber ein Nachdenken über Schicksal und Bestimmung täte unserem Kontinent gut.
Der technische Fortschritt ist nicht das Ergebnis einer Eigendynamik. Wir sollten uns deshalb nicht nur fragen, wohin er treibt, sondern vor allem, was ihn treibt.