Angela Merkels Verhalten zeigt, dass sie in der DDR viel gelernt hat. Thilo Sarrazin

„Nein“ zum Familien-Nachzug

Die SPD sollte mit einem deutlichen „Nein“ zum Familien-Nachzug in die GroKo gehen und das dann auch durchsetzen. Um in späteren Wahlen etwas größer als jetzt in den Startlöchern zu stehen.
spd familie

SPD, was nun? Rein in die gestauchte GroKo oder Minderheitsregierung der Union mit anschließenden Neuwahlen zulassen? Den Wahlkampf dazu hatte Christian Lindner mit seinem Jamaika-Ballon-platzen-lassen unlängst öffentlichkeitswirksam eröffnet. Spätestens mit dem Scheitern der möglichen Minderheitsregierung im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Bundeshaushalt 2018 Ende März/Anfang April wird der Bundespräsident von Neuwahlen überzeugt sein. Es bleibt also interessant.

An und für sich geht es seit Lindners „njet“ zur Karibik schon längst um die vermeintlich besten Startplätze für den kommenden Wahltag. Dann übrigens in allen Parteien mit erneuten Wahlkreiskonferenzen inklusive alter und neuer Rechnungen und gaaanz neuen Landeslisten. Wobei die möglichen Spitzenplatzinhaber der neuen Landeslisten sich nur um die Länge ihrer Landeslisten nicht jedoch um ihre eigenen sicheren vorderen Listenplätze sorgen müssen. Gilt doch: Werden die Parteien noch so erfolglos, das jeweilige Spitzenpersonal wird uns erhalten bleiben. Dem Verhältniswahlrecht sei Dank!

Wie sieht es denn nun vor dem Bundesparteitag für die SPD, unter der Annahme, dass selbst hundertmal mehr Glyphosat das Thema Familien-Nachzug nicht ausstechen wird, aus? Zur Wahl wird das Glyphosat im Boden sein, das Thema Familien-Nachzug wird aber noch schwer andauern. Ausreisen davor wird nicht möglich sein, die aktuelle kleine und früher große SPD-Wählerschaft wird nachbohren. Weil sie nicht im Stich gelassen werden will.

Vielleicht hilft der SPD diese Betrachtung?
Familien-Nachzug und SPD-Wahlchancen stehen sich indirekt proportional gegenüber: Kommen alle rein in die Bundesrepublik, ist sie SPD dann fast ganz weg.

Steht die SPD für Familien-Nachzug und wird deshalb nicht in die GroKo gehen, wird sie vor den dann kommenden Neuwahlen noch kleiner in den Wahltag gehen. Um vom Wahlvolk dann noch viel niedlicher auf einen hinteren Platz gesetzt zu werden.

Ergo: Die SPD sollte mit einem deutlichen „Nein“ zum Familien-Nachzug in die GroKo gehen und das dann auch durchsetzen. Um in späteren Wahlen etwas größer als jetzt in den Startlöchern zu stehen.

Denn: Die Union wird sich das Thema dieses Mal nicht entgehen lassen. Merkel wird spätestens nach dem Scheitern einer Minderheitsregierun von hinnen zieh’n und den Resten einer konservativen CDU ihren Platz räumen. Quo vadis, SPD?

Quelle: Weissgerber – Freiheit

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Clemens Schneider, Campo -Data, David Berger.

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