Das öffentliche Wohl sollte das oberste Gesetz sein. Marcus Tullius Cicero

„Nein“ zum Familien-Nachzug

Die SPD sollte mit einem deutlichen „Nein“ zum Familien-Nachzug in die GroKo gehen und das dann auch durchsetzen. Um in späteren Wahlen etwas größer als jetzt in den Startlöchern zu stehen.
spd familie

SPD, was nun? Rein in die gestauchte GroKo oder Minderheitsregierung der Union mit anschließenden Neuwahlen zulassen? Den Wahlkampf dazu hatte Christian Lindner mit seinem Jamaika-Ballon-platzen-lassen unlängst öffentlichkeitswirksam eröffnet. Spätestens mit dem Scheitern der möglichen Minderheitsregierung im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Bundeshaushalt 2018 Ende März/Anfang April wird der Bundespräsident von Neuwahlen überzeugt sein. Es bleibt also interessant.

An und für sich geht es seit Lindners „njet“ zur Karibik schon längst um die vermeintlich besten Startplätze für den kommenden Wahltag. Dann übrigens in allen Parteien mit erneuten Wahlkreiskonferenzen inklusive alter und neuer Rechnungen und gaaanz neuen Landeslisten. Wobei die möglichen Spitzenplatzinhaber der neuen Landeslisten sich nur um die Länge ihrer Landeslisten nicht jedoch um ihre eigenen sicheren vorderen Listenplätze sorgen müssen. Gilt doch: Werden die Parteien noch so erfolglos, das jeweilige Spitzenpersonal wird uns erhalten bleiben. Dem Verhältniswahlrecht sei Dank!

Wie sieht es denn nun vor dem Bundesparteitag für die SPD, unter der Annahme, dass selbst hundertmal mehr Glyphosat das Thema Familien-Nachzug nicht ausstechen wird, aus? Zur Wahl wird das Glyphosat im Boden sein, das Thema Familien-Nachzug wird aber noch schwer andauern. Ausreisen davor wird nicht möglich sein, die aktuelle kleine und früher große SPD-Wählerschaft wird nachbohren. Weil sie nicht im Stich gelassen werden will.

Vielleicht hilft der SPD diese Betrachtung?
Familien-Nachzug und SPD-Wahlchancen stehen sich indirekt proportional gegenüber: Kommen alle rein in die Bundesrepublik, ist sie SPD dann fast ganz weg.

Steht die SPD für Familien-Nachzug und wird deshalb nicht in die GroKo gehen, wird sie vor den dann kommenden Neuwahlen noch kleiner in den Wahltag gehen. Um vom Wahlvolk dann noch viel niedlicher auf einen hinteren Platz gesetzt zu werden.

Ergo: Die SPD sollte mit einem deutlichen „Nein“ zum Familien-Nachzug in die GroKo gehen und das dann auch durchsetzen. Um in späteren Wahlen etwas größer als jetzt in den Startlöchern zu stehen.

Denn: Die Union wird sich das Thema dieses Mal nicht entgehen lassen. Merkel wird spätestens nach dem Scheitern einer Minderheitsregierun von hinnen zieh’n und den Resten einer konservativen CDU ihren Platz räumen. Quo vadis, SPD?

Quelle: Weissgerber – Freiheit

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Dokumentation - Texte im Original, Dietmar Bartsch, Angela Merkel.

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Spd, Familie

Debatte

Mit Minderheitenthemen gewinnt man nichts

Medium_11ce69d74e

Peer Steinbrück legt die SPD auf die Couch

Der frühere Bundesfinanzminister und ehemalige Kanzlerkandidat der SPD macht es sich nicht so einfach, nur den Spitzenkandidaten der vergangenen Jahre die alleinige Schuld zuzuschieben, dass die Tr... weiterlesen

Medium_0dd9339237
von Ansgar Lange
17.04.2018

Kolumne

Medium_3b0c51c55f
von Rainer Zitelmann
16.04.2018

Kolumne

Medium_3b0c51c55f
von Rainer Zitelmann
14.04.2018
meistgelesen / meistkommentiert