Das ist keine Kampfkandidatur. Das ist Demokratie, wenn man Auswahl hat. Renate Künast

Florian Josef Hoffmann

Florian Josef Hoffmann

Florian Josef Hoffmann, geboren am 20. Juli 1946, ist Rechtsanwalt mit den Spezialgebieten Wirtschaftsrecht und Kartellrecht. Seit 1981 ist er in Düsseldorf niedergelassen, seit Mai 2008 Leiter des dortigen European Trust Institute. Nach der Wende war er Präsident der IHK Ost-Thüringen zu Gera. Hoffmann ist Autor diverser Bücher und Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften, er bezeichnet sich selbst als „Lobbyist für ein kartellfreundlicheres Wettbewerbsrecht".

Zuletzt aktualisiert am 17.03.2017

Debatte

Das arbeitslose Kartellamt

Wenn man nach draußen auf die Märkte geht, hat alles seinen Preis. Einen Preis, also nichts Neues, im Gegenteil. Wer etwas an-preist, muss sagen, wie es es be-preist. Jetzt bereits wird es theoretisch – und damit potentiell langweilig. Die Gefahr muss umgangen werden, aber wie? Den Ausweg liefert eine sensationsgeladene Überschrift: „Eispreis 30 Cent rauf! Jetzt ermittelt das Kartellamt!“

Debatte

Ein Münchner im Himmel

Selten ist es einem Schriftsteller so gut wie in der Satire „Ein Münchner im Himmel“ gelungen, mit so klarem Blick künftige Ereignisse beziehungsweise aktuelle Zustände vorherzusehen. Unvergesslich hat Ludwig Thoma im Jahr 1911 Bier und Vergesslichkeit miteinander verbunden. Und wie sehr gemahnt dies an aktuelle Ereignisse, natürlich in München. Dabei geht es ganz handfest um das Kartellrecht.

Debatte

Freihandel oder frei handeln?

Das Wort „Protektionismus“ spaltet die Welt, seit Donald Trump den Freihandel mit China und anderen Ländern den Vorwurf macht, für die Verarmung der amerikanischen Arbeiter verantwortlich zu sein. Mit zwei Federstrichen waren TPP und TTIP vom Tisch, während das EU-Parlament und der kanadische Ministerpräsident Trudeau das neue Freihandelsabkommen CETA in diesen Tagen hochleben ließen.

Debatte

Trump oder nicht Trump? Das ist hier die Frage!

Gestern war die Welt noch in Ordnung, heute regiert Trump – so könnte man den Tenor beschreiben, der landauf, landab unsere Medien beherrscht. Selbst ein kreativer und doch kontrollierter Geist wie der Handelsblatt-Tausendsassa Gabor Steingart verliert in seinem Morning-Briefing die Fassung. Dabei müsste er das müsste er nicht – beim Blick auf die letzten 100 Jahre amerikanischer Politik.

Debatte

Wo ist noch Hoffnung?

Geradezu deprimierend, die bedenklichen Gesichter meiner Freunde und Bekannten in den letzten Tagen. Ihre Sätze waren fast gleichlautend: „Eine komische Zeit, in der wir leben“, oder „eine komische Stimmung, ich weiß auch nicht, woher das kommt“, oder „Flüchtlinge, Nullzins, Erdogan, alles eigenartig“. Noch deutlicher wurde ein Besitzer eines Reisebüros: „Ich bin Kriegsgewinnler.“

Debatte

Liebeserklärung an das Wort

Ich oute mich gerne als bekennender Katholik und als Papst-Franziskus-Fan. Gerade deswegen muss aber das, was möglicherweise hunderttausende TV-Zuschauer der jüngsten Burda-Bambi-Soap zu Tränen rührte, Horst Köhlers platonische Liebeserklärung an Papst Franziskus, dringend erörtert und berichtigt werden. Denn diese Rede kreist um ein Wort, dessen Bedeutung einer anderen Interpretation bedarf.

Debatte

Pudding und Pizza statt Schweinezyklus

Wenn sich das überaus bekannte und geschätzte Familienunternehmen „Dr. Oetker“ entschließt, die Hälfte seines Firmenumsatzes zu verkaufen, in fremde Hände zu geben – mit allen Konsequenzen vom Imageverlust über das Zerreißen jahrzehntelang gewachsener Bande bis zur Neubewertung von Vermögensfragen der persönlich haftenden Familienmitglieder – dann hat er wieder zugeschlagen, der Schweinezyklus.

Debatte

Tear down this law!

Donald Trump ist angetreten, um die weiße Mittelschicht zu fördern, ja, um sie aus einer Verarmungsfalle herauszuholen. Und dafür ist er auch gewählt worden. Nun ist es an der Zeit, dass er mit schädlichen Einflüssen, die in den USA viel Schaden anrichten, aufräumt. Einer davon ist das Kartellverbot.

Debatte

Die Versager haben gewonnen

Gerhard Schröder hat wieder einmal seine Qualitäten bewiesen. Vom rat- und glücklosen Sigmar Gabriel als Retter geholt, hat er den Gordischen Knoten durchschlagen, hat die Zitterpartie um die Zukunft von 15.000 Mitarbeitern beendet. Ob sie am Ende für die Meisten gut aus geht, wird erst die Zukunft weisen. Aber was jetzt schon konstatiert werden kann: was geschehen ist – einfach unsäglich!

Debatte

Im Interesse des Verbrauchers vernichtet

Die Aufhebung der Preisbindung für Medikamente ist ein böses Menetekel für die Werte, die hierzulande über Generationen Kultur und Wohlstand gedeihen ließen. Deutschland interessiert nicht, deutsche Interessen sind egal, unsere präsentable Apothekenlandschaft – wertlos. Das einzige, was interessiert, ist der Europäische Binnenmarkt und eventuell noch das Interesse des Verbrauchers.

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