Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. Bertolt Brecht

2.204 Stimmen zu wenig für die AfD

Einen handfesten Skandal gibt es nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Nach dem unerwarteten Sieg der CDU um Armin Laschet und der herben Niederlage von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wurden erneut die Wahlergebnisse geprüft. Dabei zeigte sich: Viele Stimmen für die AfD wurden unterschlagen.

Laut einer Information des Nachrichtenmagazins „Focus“ hat es während der nordrhein-westfälischen Landtagswahl bei 50 von insgesamt 15.000 Stimmbezirken Unregelmäßigkeiten zulasten der AfD gegeben. Der Landeswahlausschuss im Düsseldorfer Landtag hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Zahl der AfD-Zweitstimmen korrigiert werden müsse.

Mittlerweile ermittelt sogar die Polizei wegen Wahlfälschung

„Nach Überprüfung der Ergebnisse liegt die korrekte Anzahl um 2.204 Stimmen höher – bei insgesamt 626.756 Stimmen.“ Auf die Zusammensetzung des am 14. Mai neu gewählten Landtags habe dies aber keine Auswirkungen. Der Anteil der AfD bei den Zweitstimmen bleibe bei 7,4 Prozent, so der „Focus“. Um einen weiteren Sitz für die AfD im Düsseldorfer Landtag zu erlangen, wären rund 9.800 weitere Stimmen nötig.

Derzeit ermittelt die zuständige Polizei in Mönchengladbach. Grund ist der Verdacht der Wahlfälschung. Im Mittelpunkt der von der zuständigen Staatsanwalt angeordneten Ermittlungen steht ein Wahlbezirk in Mönchengladbach. Dort waren alle 37 Zweitstimmen der AfD für ungültig erklärt worden. Die AfD um Alexander Gauland, Frauke Petry und Alice Weidel hatte an der Richtigkeit der Auszählung gezweifelt, da die Partei in einigen Bezirken 0,0 Prozent der Stimmen erhalten haben sollte.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Omid Saleh , Campo -Data, Franz Eibl.

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Spd, Cdu, Nrw

Debatte

Die 16 Illusionen der SPD

Medium_bf74fbe82d

Die SPD und die Zwangsläufigkeit ihrer Wahlniederlage

Martin Schulz hatte faktisch dennoch keine Chance. Die SPD hatte ihre Strategie längst in Corporate Identity mit Linksaußen und Grünen festgezurrt. weiterlesen

Medium_c13f98e5ab
von Gunter Weißgerber
25.09.2017

Debatte

Der große Verlierer: Die SPD

Medium_87a63731f9

SPD geht in die Opposition

Nach der Niederlage bei der Bundestagswahl will die SPD in die Opposition gehen. Das sagte die Vizeparteichefin Manuela Schwesig im ZDF. Auch Thomas Oppermann sagte in der ARD: Es ist die schwerste... weiterlesen

Medium_a4b7fd8140
von Thomas Oppermann
24.09.2017

Debatte

Bundestagswahl 2017

Medium_ed94a08528

Gabriel: Sieht nicht gut aus für die SPD

Sigmar Gabriel gibt die Wahlnierdelage seiner Partei überraschednerweise schon vor Schließung der Wahllokale bekannt. Bahnt sich damit ein Machtkampf bei der SPD an? weiterlesen

Medium_f9574af085
von The European Redaktion
24.09.2017
meistgelesen / meistkommentiert