Berlusconi ist weg, zumindest vorerst. Was für ein Land hinterlässt der große Zampano nach seinem Abgang? Mit Monti steht ein Bürokrat an der Spitze - doch der könnte den Italienern schnell zu fade werden.
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Ob die Dritte Republik Italiens tragfähig ist, wird sich im Zuge der dringend benötigten Reformen erweisen. Die Bekämpfung der Steuerflucht sowie der Umbau des inflexiblen Arbeitsmarkts und der veralteten Verwaltung bedrohen das fragile Verhältnis zwischen Staat und Bevölkerung.
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Das gesamte gesellschaftliche Modell Italiens ist am Ende. Das Land wird zum Unruhepol inmitten der EU und erinnert an Russland unter Boris Jelzin. Wie er hat auch Monti ein schweres Erbe angetreten.
Ein Blick hinter die Kulissen von Bella Italia hat das wahre Ausmaß der Katastrophe ans Tageslicht gebracht: Italien wurde kaputt regiert, Vetternwirtschaft und Korruption durchziehen alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Doch das größte Übel, Silvio Berlusconi, plant bereits seinen nächsten Streich.
Auf den flamboyanten Berlusconi folgt der nüchterne Technokrat Monti. Seine größte Herausforderung wird es sein, mit Geschick das Land vor den schlimmsten Folgen der Euro-Krise zu bewahren.
Berlusconi mag zwar nicht mehr über die Geschicke Italiens bestimmen, aber der Berlusconismus ist noch lange nicht tot. Für Vorhersagen ist es noch zu früh. Das Jahr 2012 wird in jedem Fall spannend.
Die Geschichte Italiens verläuft in Zyklen. Deshalb müssen wir in die erste und zweite Republik schauen, um die Ära nach Berlusconi zu verstehen. Denn Berlusconi hat dazu beigetragen, eine klaffende Wunde Italiens zu schließen.