Fast alle Reiche entstehen durch Gewalt, aber keines kann durch Gewalt erhalten werden. Henry Kissinger

Hintergrund

Glück auf

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Seit jeher sucht der Mensch nach seinem Glück. Heute sind die Regale der Bücherläden voller Ratgeber zu dem Thema, denn auch im 21. Jahrhundert muss die Frage gestellt werden: Wie werde ich denn nun glücklich? Neue Antworten auf eine alte Frage.

Hintergrund

Nach François de La Rochefoucauld liegt “das Glück in uns, nicht in den Dingen”; doch ist das noch gültig? Ist der Mensch in seinem Streben nach Glück nicht viel mehr getrieben von materiellen Ansprüchen und Notwendigkeiten? Rückt das Wesentliche nicht immer mehr in den Hintergrund?

Das Glück in der Philosophie

Das Streben nach Glück ist die Ursehnsucht des Menschen, zählte daher zu allen Zeiten zu den Kernelementen der Philosophie. In der Antike mit Aristippos von Kyrene, dem Begründer des Hedonismus, sprich dem Glücksbegriff der Lust als eigentlicher Sinnhaftigkeit des Lebens; oder Aristoteles, der Glückseligkeit mit der Fähigkeit, seine Tugenden und Tüchtigkeiten innerhalb der Polisgemeinschaft zu entfalten, zusammen mit einer hinreichenden Ausstattung äußerer Güter definiert.

In der Moderne, geprägt vom Utilitarismus der Mills und Jeremy Benthams, verlangt John Stuart Mill nach einer Maximierung des Glücks bei gleichzeitiger Minimierung des Leids. Neben dem pessimistischen Glücksbegriff Schopenhauers steht Kants Ansatz des Glücks als moralische Aufgabe im Gegensatz zu Nietzsches Meinung, dass das Glück eine Innerlichkeit ist, die jedem Menschen immanent ist.

Der Gruppenzwang des Glücks

Fest steht eines, Glück ist zweifellos etwas Individuelles, jeder erfährt Glück anders und speist es aus verschiedenen Quellen. Trotzdem schränkt sich der Glücksbegriff immer mehr ein. Die Gesellschaft scheint einem vorschreiben zu wollen, wie und nicht anders man Glück finden kann.

So sind Gesundheit, Wohlstand, Erfolg und Beliebtheit nicht ein Glück an sich, sondern Voraussetzung, Glück zu finden, scheint es. Ein Umstand, der solche diskriminiert, die diese Voraussetzungen nicht haben. Dabei scheint Kants Form von Glück eher diesen beschieden. Die breite Masse der Gesellschaft findet Zufriedenheit nicht mehr in sich selbst, sondern in oberflächlichen Werten. Und dennoch haben wir bei stetig wachsendem Wohlstand das Glücklichsein verlernt?

Kein Glück im Kapitalismus

Das pure Glück kann also nicht im Kapitalismus zu finden sein, weil es nicht sein Zweck ist. Er soll Ablenkung bieten, mit einem Konzept, das den Aufbau von unnötigen Notwendigkeiten und Bedürfnissen als Kern hat. Doch je mehr Möglichkeiten uns geboten werden, je mehr wir im Kapitalismus aufgehen, desto schwieriger ist es, innere Werte, die jedem philosophischen Glücksbegriff zugrunde liegen, im Auge zu behalten.

An ihre Stelle treten meist Habgier, Neid und Geltungsdrang. War die werdende Mutter früher noch mit der Geburt eines lebendigen Kindes zufrieden, so muss es heute schon den hohen Ansprüchen in Aussehen und Intelligenz genügen.

What goes up, must come down!

Was passiert mit dem Menschen im Falle von Krankheit, Arbeitslosigkeit, einer globalen Wirtschaftskrise, wenn es keine inneren Werte mehr gibt, auf die er sich stützen kann? Neben dem Konsum gibt es etliche Glückskonzepte. Wie finden wir zu Glück und Zufriedenheit zurück? Durch Glaube und kirchliche Gemeinschaft, eine intakte Partnerschaft, Sport oder künstlerische Selbstverwirklichung? Was macht auf Dauer glücklich und festigt den individuellen Menschen in Zeiten der Krise? Sind unsere Glücksvorstellungen veraltet und festgefahren oder ist genau das Gegenteil der Fall? Macht das moderne Streben nach Glück unglücklich?

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