„Mein Schloss wird mit Energiesparlampen beleuchtet, auch wenn das Licht scheußlich ist.“ Enoch zu Guttenberg
Mit Karl-Theodor zu Guttenberg hat die CSU ihr prominentestes und modernstes Gesicht verloren. Antworten sucht die Parteispitze in populistischer Rhetorik. Warum? Der konservative Kern der Partei ist weiterhin intakt.
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Gauweilers Niederlage mag ein Triumph für Seehofer und eine Absage an den Populismus sein. Doch die Anzahl seiner Unterstützer weist auf ein Brodeln in der Basis hin – es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch Berlin erreicht.
Auch wenn die Partei besser aufgestellt ist als CDU und SPD, werden es die Christsozialen künftig nicht leicht haben, ihre Vormachtstellung beizubehalten. Seehofer sitzt fest im Sattel und solange die Partei nicht erneut koalieren muss, wird sie ihren Nimbus auch nicht verlieren.
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Es ist nicht der Abgang des schwarzen Barons, der die CSU so schwächt. Vielmehr leiden die Bayern unter der Berliner Führungsschwäche und einem kränkelnden liberalen Sparringspartner. Die Erneuerung, vor allem energiepolitisch, muss nun auf Landesebene beginnen - da hilft keine gestriegelte Fanfare in der Hauptstadt.
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Die CSU weiß den Abgang Guttenbergs zu verschmerzen, das Fundament der Partei ist intakt. Das Credo von Franz Josef Strauß gilt immer noch: Bayern ist unsere Heimat, Deutschland unser Vaterland, Europa unsere Zukunft! Daran wird sich die Partei orientieren und messen lassen.
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So lange Laptop und Lederhosen zusammenpassten, funktionierte die CSU. Doch wie andere Volksparteien auch, zermürben sich die traditionellen Milieus. Dazu kommt eine unglaubwürdige Taktiererei in inhaltlichen Fragen - ob da noch ein Urviech à la Strauß helfen könnte?