„Ich habe als Bundesminister 80 Prozent meiner Kraft dazu verwendet, gegen Unfug anzukämpfen.“ Ludwig Erhard
Die Idee der Twitter-Revolution macht Schule - in Tunesien und Ägypten. Soziale Medien verändern den Informationsfluss und helfen, Machtmonopole zu umgehen. Doch Veränderung und Freiheit werden immer noch auf der Straße erkämpft.
Social Media geben marginalisierten Gruppen die Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu artikulieren. Der egalitäre Charakter der Social Media ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umbrüche in den nordafrikanischen Staaten, wenn auch kein Erfolgsgarant.
Können Facebook und Twitter dabei helfen, Diktatoren aus dem Land zu jagen? Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Denn Revolutionen hat es schon immer gegeben, entscheidend sind meistens andere Faktoren.
Das Internet ist erstaunlich robust, es kann nicht komplett zensiert werden. Selbst der totale Blackout in Ägypten hatte kein Informationsvakuum zur Folge. Als Instrument der Außenkommunikation sollten wir die Bedeutung sozialer Netze nicht unterschätzen.
Kein Social-Media-Kanal kann eine Revolution auslösen. Doch Facebook und Twitter waren die Katalysatoren, die der entrechteten Bevölkerung in Tunesien und Ägypten eine Stimme gaben und die Massen in ihrem Kampf gegen den Status quo bestätigten.
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Social Media hat eine wichtige Rolle bei den Entwicklungen der vergangenen Wochen gespielt. Doch wir dürfen Kommunikationsformen nicht mit Revolution verwechseln. Denn auch repressive Regimes können sich Facebook und Twitter zunutze machen. Noch nie standen dem Überwachungsstaat so viele Informationen zur Verfügung.
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Das Netz hat eine beeindruckende Wirkung entfaltet, von Teheran bis Tunis. Von Social Media-Revolutionen dürfen wir trotzdem nicht sprechen. In 140 Zeichen ist noch kein Diktator gestürzt worden.