„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“ Günter Grass
Immer mehr Ökonomen fordern, dass das BIP nicht alleiniger Parameter für die Berechnung von Wirtschaftswachstum sein kann. In Bhutan wird seit Jahren mit dem "Bruttoglücksprodukt" gerechnet, auch die britische Regierung befragt ihre Bürger inzwischen zu Zufriedenheit und Zuversicht. Müssen wir unsere Idee von Wachstum grundlegend ändern?
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Es ist opportun geworden, Wachstum und Fortschritt zu kritisieren. Doch ihre Zeit ist noch lange nicht vorbei. Wir haben das Potenzial, die Menschen auf der ganzen Welt reicher und gesünder zu machen. Die einzigen Wachstumsgrenzen liegen in den Köpfen der Skeptiker.
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Das Wohlbefinden eines Landes könnte ein wichtiger Indikator dabei sein, wenn wir die Wohlfahrt einer Nation bestimmen wollen. Nicht nur berücksichtigt es sensibler als das BIP die Bedürfnisse der Menschen, sondern es ermöglicht Regierungen auch, langfristig sinnvolle Entscheidungen zu treffen.
Mein Haus, mein Auto, mein Urlaub ... ab einem gewissen Punkt bringt uns ein Mehr an Gütern kein Mehr an Zufriedenheit. Wenn wir weiterhin das gefühlte Lebensglück aus der wirtschaftlichen Gleichung ausklammern, werden wir wohl nie so richtig zufrieden sein; schon gar nicht als Gesellschaft.
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Das Bruttoinlandsprodukt ist der einzige Indikator für Wirtschaftswachstum, der objektiv messbar ist. Er kann ergänzt werden, wegfallen darf er nicht. Denn Transferleistungen führen nicht zu mehr Zufriedenheit - reales Wachstum schon.
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Es ist klar, dass das BIP künftig nicht den einzigen Gradmesser von Wohlstand darstellen wird. Aber was kommt danach? Es gibt nur einen Weg: Wir müssen die Menschen direkt befragen, was sie bewegt und antreibt.
Die Mehrzahl der Menschen ist unzufrieden mit dem aktuellen Wirtschaftssystem. Dazu gehört auch der Wachstumsbegriff. Weniger kann mehr sein, wenn sich dadurch soziale Probleme bekämpfen und Nachhaltigkeit erreichen lassen. Im Davos muss gehandelt werden.