„Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe.“ Margot Käßmann
Die Wirtschaft Europas strauchelt, Irland und Portugal kämpfen gegen den Staatsbankrott, für Griechenland könnte es bereits zu spät sein: Operation teuer, Patient tot. Dabei geht es nicht nur um den Euro, sondern auch um die Zukunft der europäischen Idee.
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Ein krampfhaftes Festhalten an der Gemeinschaftswährung ist die denkbar falsche Strategie. Während Griechenland, Finnland und Holland längst darüber nachdenken, aus dem Euro auszusteigen, gilt in Deutschland immer noch ein Denkverbot. Dabei hat die Währung von Beginn an für Spannungen im Euroraum gesorgt.
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Wer den Austritt der Griechen aus der Währungsunion fordert, sollte sich vor Augen halten, dass jeder Bremer oder Berliner die doppelte Schuldenlast trägt. Die Entscheidung der EU, den bis über beide Ohren verschuldeten Griechen in der Krise beizustehen, ist richtig. Jedoch nur, wenn jetzt auch der Haushalt konsolidiert wird.
Die Deutschen haben Brüssel noch immer nicht lieben gelernt - deshalb ist es einfacher, Angst und Misstrauen gegenüber der Währungsunion zu schüren, als mühselige Vertrauensarbeit zu leisten. Wir müssen endlich begreifen, dass Deutschland von der EU am meisten profitiert.
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Die EU ist wohl in der schwersten Krise seit ihrer Gründung. Jetzt gilt es zu handeln, denn die Union hat allen Wohlstand gebracht, den Deutschen am meisten.
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Wer über seine Verhältnisse lebt, muss die Zeche zahlen. Was Portugal, Spanien und anderen Staaten nun zu leisten haben, stellt die bereits harten Reformen der Regierung Schröder bei Weitem in den Schatten. Deshalb wird es am Ende wohl auf einen Kompromiss hinauslaufen.
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Die Eurozone ist ein Verbund von Leistungssportlern und Fußkranken. Sie kann nicht funktionieren. Sinnvoller ist die Aufteilung in Nord- und Süd-Euro. Beide Währungen hätten auf dem Weltmarkt mehr Chancen als eine europäische Einheitswährung.