Die Union wird in den Städten zur Randnotiz, die Grünen sind auf dem Vormarsch. Löst die einstige Partei der Anti-Spießer die Union als Partei des klassischen Bürgertums ab?
Anders als oft behauptet, stehen sich die Grünen und das Bürgertum bereits seit Jahrzehnten nahe. Wenig illustriert das so gut, wie einer der aktuellen Spitzenpolitiker.
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Die Union hat bei mehreren gesellschaftlichen Entwicklungen verpasst, diese für sich zu nutzen. Wir müssen zeigen, dass alle Menschen bei uns willkommen sind – egal, woher sie stammen, egal, welche Religion sie praktizieren und egal, wen sie lieben.
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Grüne Hochburgen gehören heute zu jeder Großstadt. Die Union muss Anstrengungen unternehmen, die bürgerlichen Stadtteile für sich zu gewinnen.
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Das Bürgertum soll grün geworden sein. Mitnichten. Grün ist lediglich die Brille der Medien und der vielen sympathisierenden Journalisten. Grün ist nach wie vor nur ein kleines, radikalisiertes Segment des deutschen Bildungsbürgertums.
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Die Grüne Bürgerlichkeit steht für die neue gesellschaftliche Vielfalt. Sie muss sich nicht gegen andere Lebensstile abgrenzen, sie ist nicht spießig und braucht kein Ressentiment. Sie ist nicht wie die der Union.
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Das Winner-Gen heißt Bürgerverstehen. Die Union kann diese Volksnähe nur noch in Bayern bedienen, weil ihr überall sonst Offenheit und Personal fehlen. Grün ist derzeit das Bindeglied einer auseinanderbrechenden Gesellschaft.