Wir können uns hier keine rumänischen Löhne leisten, weil wir hier keine rumänischen Preise haben. Gregor Gysi

Hintergrund

Auch Kindle wird erwachsen

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Das E-Book ist in den USA längst ein Bestseller. Und das völlig zu Recht. Es ist praktisch, schick und umweltfreundlich. Trotzdem will es in Deutschland kaum jemand haben. Über ein hoffnungslos altmodisches Kapitel der deutschen Lesekultur.

Hintergrund

Im November 2007 wurde in den USA der Weg zum digitalen Lesen freigemacht: Mit dem Launch des E-Book-Lesegeräts “Kindle” des weltgrößten Internetbuchhändlers Amazon wurde das E-Book gesellschaftsfähig gemacht. Anders als der herkömmliche Computerbildschirm arbeiten “Kindle” und Konsorten – mittlerweile hat auch die Konkurrenz, u. a. Sony, ähnliche Lesegeräte herausgebracht – mit der “E-Ink”-Technologie.

Der Bildschirm der Lesegeräte ist nicht von hinten beleuchtet, was den Vorteil hat, dass das Lesen am “Kindle” für die Augen wesentlich weniger anstrengend ist als das Lesen am Computerbildschirm. Als im Frühjahr 2009 auf der Leipziger Buchmesse auch in Deutschland das erste digitale Lesegerät (der “Sony Reader”) vorgestellt wurde, überwogen die skeptischen Reaktionen.

Denn auch wenn die Umweltfreundlichkeit der Papier und Strom sparenden Lesegeräte nicht von der Hand zu weisen ist, so hängen gerade die Deutschen immer noch sehr am gedruckten Wort und am Buch im Regal.

Johannes Gutenberg muss sich auch – zumindest zunächst – noch nicht im Grabe umdrehen: Der E-Book-Markt ist in Deutschland äußerst schleppend angelaufen, und mittlerweile prognostizieren sogar E-Book-Entwickler ihren Lesegeräten eher eine Parallelexistenz zum gedruckten Buch als eine Alleinherrschaft über die Welt der Leser – was unter anderem daran liegen dürfte, dass die Technologie der Lesegeräte der Buchgestaltung erhebliche Grenzen setzt.

Amazon, das sein digitales Lesegerät mittlerweile auch auf dem deutschen Markt vertreibt, versucht sich zudem einer Erweiterung des digitalen Buches. In Anlehnung an Apples iPad kündigte der Konzern im September ein Lesegerät mit Farbdisplay an, welches neben digitalen Büchern auch für Filme, Internet und Spiele geeignet ist. Geht es nach den Kaliforniern, wachsen Lesen und Internet immer weiter zusammen.

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