„Transparenz und das Recht auf gesunde, sichere, ausreichende Ernährung ist ein Bürgerrecht.“ Thilo Bode
Wenige Themen spalten die Europäische Union so sehr wie der im Raum stehende Beitritt der Türkei. Seit fast zehn Jahren streiten Länder, Parteien und Intellektuelle darüber, ob das stark muslimisch geprägte Land den Anforderungen der EU genügt. Dabei gab es in der Geschichte schon einige Berührungspunkte.
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Die deutschen Konservativen müssen aufhören, sich der Türkei zivilisatorisch und kulturell überlegen zu fühlen. Nach wie vor auf die privilegierte Partnerschaft zu pochen, ist unrealistisch, unredlich und korrekturbedürftig.
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Die europäisch-türkischen Beziehungen sind aufseiten der EU geprägt von Irrationalität und Kurzsicht. Dies ist das wahre Hindernis auf dem Weg zu einem türkischen EU-Beitritt - nicht die dort regierende AKP.
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Die EU ist kein christlicher Club. Auch für ein muslimisches Land muss Platz sein in der Staatengemeinschaft. Eine integrierte Türkei kann zum Stabilitätsgaranten in der Region werden - und dazu beitragen, Europas Sicherheit und Energieversorgung zu garantieren.
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Die Entwicklung in der Türkei gibt Anlass zur Sorge – längst gehen Extremisten und Holocaustleugner in Ankara ein und aus. Der Westen muss auf Erdogan zugehen und seine Wertschätzung zeigen, will er die Türkei als Verbündeten nicht verlieren.
Die Türkei ist für Europa ohne Frage ein wichtiger strategischer Partner. Doch ohne Religionsfreiheit, insbesondere den dort lebenden Christen gegenüber, ist ein Beitritt zur EU nicht denkbar.
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Die Türkei ist seit Langem eng mit ihren westlichen Nachbarn verbunden. Die privilegierte Partnerschaft kann dem Land nichts bieten, was es nicht jetzt schon hat. Es ist also an der Zeit, die Türkei in die EU aufzunehmen.