Du bist, was du tust. Die moderne Arbeitswirklichkeit hat diese lange gültige Wahrheit längst überholt. Hartz IV, prekäre Beschäftigungssituationen und häufig wechselnde Arbeitsplätze ändern nicht nur unsere Wahrnehmung vom Wert der Arbeit, sondern auch die Gesellschaft selbst.
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Niedriglöhne versprachen den Ausweg aus der Arbeitslosigkeit, hin zur Wiederbeschäftigung. Das ist zur Farce geworden. Knapp ein Viertel der Beschäftigten arbeitet zu sittenwidrigen Löhnen. Zur Berechnung der Hartz-IV-Sätze taugt das Lohnabstandsgebot schon lange nicht mehr.
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Zeitarbeit kann eine erfolgreiche Antwort auf die komplexen Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt sein. Jedoch nur, wenn die Politik, insbesondere die FDP, endlich ihren Widerstand gegen einen Mindestlohn in der Zeitarbeit aufgibt. Denn: Zeitarbeit ermöglicht Arbeitssuchenden den direkten Einstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
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Der Einverdiener-Haushalt gehört der Vergangenheit an. Mini-Jobs, die die familiäre Haushaltskasse aufbessern sollen, sind aber noch lange keine prekären Arbeitsverhältnisse – zumindest wenn in der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik konsequent auf Qualifikation gesetzt wird.
Den Zivildienst auf sechs Monate zu verkürzen und diesen Kompromiss dann auch noch als Erfolg anzusehen kann nur von denen gutgeheißen werden, die kurzfristige politische Entlastungsstrategien langfristigen und nachhaltigen Entscheidungen vorziehen.
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Kontinuität, Verlässlichkeit und Planbarkeit waren die Parameter der Arbeitswelt von gestern. Heute glauben wir an Begriffe wie Dynamik, Improvisationskunst und Freiheit. Wir rennen rückwärts in die Zukunft, sollten aber lieber nach vorne schauen.
Den Menschen macht zufrieden, wenn er von seiner Arbeit leben kann. Karitative Jobs für Hartz-IV-Empfänger bewirken das Gegenteil, denn sie erleben, wie groß der Graben zwischen ihnen und Normalverdienern ist.