Ein Land im Abseits: Mit ihrem Hungerstreit macht die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julija Tymoschenko auf die Menschenrechtslage des EM-Gastgeberlandes aufmerksam. Während Präsident Wiktor Janukowytsch unnachgiebig bleibt, mehren sich die Rufe um einen politischen Boykott der Europameisterschaft.
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Ein Katalog menschenrechtlicher Standards wäre ein erster Schritt, um autoritäre Regime über sportliche Großereignisse positiv zu beeinflussen. So könnte eine Balance zwischen den wirtschaftlichen Interessen der Sportverbände und den humanitären Ansprüchen gefunden werden.
In der Debatte um einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine trifft Wunschdenken auf Wirklichkeit. Der Sport ist längst kein Fair Play mehr. Und dazu haben Politik wie Sportfunktionäre gleichermaßen beigetragen.
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Boykotte von Sportereignissen bringen es nicht – dennoch muss die ukrainische Regierung vor der Fußball-EM in die Verantwortung genommen werden: Das geht über den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.