An der Spitze der CDU steht eine geschiedene Frau, die FDP wird von einem Homosexuellen geleitet und die CSU von Horst Seehofer. Ohne die Vorarbeit der SPD wäre das nicht möglich gewesen. Doch ausgerechnet die Sozialdemokraten fahnden jetzt ganz konservativ nach einem männlichen Alphatierchen.
Die Bundesregierung steht knietief im Vertrauens-Dispo und muss den Wählern spätestens nach der Sommerpause ein echtes schwarz-gelbes Profil bieten. Wenn Merkel & Co. das nicht gelingt, wollen sie die Wähler auch nicht mehr – ganz gleich, ob Wulff nun Bundespräsident wird oder nicht.
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Das Ende von Schwarz-Gelb ist nahe. Während Journalisten die Stunden zählen, bis Neuwahlen ausgerufen werden, sollten wir uns jedoch darauf einstellen, dass Angela Merkel uns noch im Sommer 2013 regieren wird. Warum? Weil die Logik der Macht sich nicht am Gestaltungswillen von Reportern und Redakteuren orientiert.
Die Krisen unserer Zeit haben uns nicht al-Qaida-Terroristen, gierige Banker oder Industrielobbyisten eingebrockt; verantwortlich für die momentane Misere sind die politischen Führungskader. Sie haben den demokratischen Prozess ausgehöhlt.
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Angela Merkel weigert sich, Guido Westerwelle kann nicht, Oskar Lafontaine will nicht mehr, und jetzt auch das noch: Michael Ballack verletzt sich. Deutschland gehen die Leader aus. Was nun?
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Warum die "Bürgerliche Gesellschaft" für die Fragen der Zukunft am besten gewappnet ist.
Der designierte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel erinnert in seinem Auftreten an Altkanzler Gerhard Schröder. Doch mit dessen Basta-Stil wird er die SPD kaum retten können.