Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten. Nicht einmal 600 Tage hat er es im Amt ausgehalten. Jetzt ist guter Rat teuer: Wer soll in Bellevue einziehen? Das Kandidatenkarussell nimmt Fahrt auf.
Für ihre Recherchen im Fall Wulff sind Redakteure der „Bild“-Zeitung nun mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet worden. Zu Recht? Das kommt darauf an, ob man die richtigen Fragen stellt.
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Von vielen wurde Gauck als bester Kandidat gehandelt, jedoch im gleichen Atemzug ausgeschlossen: Die Kanzlerin würde damit eine Niederlage eingestehen. Dabei kann Merkel mit dem Vorstoß für den Bürgerrechtler der Opposition eins auswischen.
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In der Nachfolgerfrage kann es nur eine Antwort geben: Joachim Gauck. Mit seiner Wahl würde die Politik zeigen, dass sie Fehler eingestehen und daraus lernen kann.
Auf Schloss Bellevue ist eine Stelle vakant. Christian Wulff musste sich am Ende geschlagen geben, er war dem Amt nicht gewachsen. Jetzt gilt es, einen würdigen Nachfolger zu suchen.
Angela Merkel hat bislang nicht an Beliebtheit verloren. Ein kleines Wunder. Doch jetzt muss die Kanzlerin aufpassen, denn mit Wulff ist schon ihr zweiter Bellevue-Favorit gefallen.
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Und wieder einer weniger: Christian Wulff wirft hin. Was nun? Eine Direktwahl würde die vielbeschworene Vision von mehr Bürgernähe ein Stück weit Realität werden lassen. Leider kommt es dazu nicht.