Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert Einstein

„Du sitzt auf einer Toilette, um dir Gold reinzuziehen“

Christian (43) entkommt dem Tod nach Jahren an der Nadel nur knapp. Luisa (27) beschließt mit 14, harte Drogen zu nehmen. Beide Künstler sprechen offen über Sucht, Rausch und eine Gesellschaft, die damit überfordert ist.

The European: Luisa, Christian, ihr sagt, ihr habt euch beide bewusst entschieden, Drogen zu nehmen. Könnt ihr das erklären?
Christian: Bewusst entschieden, ist überspitzt formuliert. Ich habe als Zwölfjähriger natürlich keine bewusste Entscheidung getroffen, weil ich mir über die Konsequenzen gar nicht bewusst sein konnte. Aber ich glaube, dass Drogennehmen prinzipiell immer eine bewusste Entscheidung ist. Sich dazu zu bekennen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen für das, was man tut.
Luisa: Bei mir war das ähnlich. Man hört viel zu oft, der Grund sei Gruppenzwang oder die Suche nach Anerkennung. Ich war aber einfach der Meinung, das machen zu können, weil ich eh nichts zu verlieren habe.

The European: Ihr sagt beide, dass Drogen für euch eine Form der Befreiung waren, aber vor durchaus unterschiedlichen Hintergründen. Christian sagt, dass er aus „geordneten Verhältnissen“ kommt, Luisa aus „zerrütteten“.
Luisa: Drogen sind kein Allheilmittel und nicht per se der Weg zur Freiheit, ich würde niemandem dazu raten. Aber sie können eine befreiende Funktion haben, ja.
Christian: Der Freiheitsgedanke beim Drogenkonsum wurde ja schon von den Hippies verkauft. Freiheit ist auch ein Gefühl von Entlastung. Und der Rausch kann entlastend wirken, weil man den Alltag und seine Sorgen vergisst. Ein bisschen wie Urlaub vom Ich.

The European: Auf Dauer funktioniert das in der Regel nicht.
Christian: Meine jahrelange Heroinsucht hat mich an die Existenzgrenze geführt, in Todes­nähe. Aber schlussendlich, als die ganzen angehäuften Ich-Bestände zerstört waren, habe ich Freiheit empfunden.

The European: Du warst fast tot und im Gefängnis.
Christian: Ich habe durch Drogensucht quasi alles zerstört, was mich ausmachte, inklusive meiner Gesundheit. Das war natürlich nicht bewusst geplant. So was kann man nicht planen. Am Ende ist es eine Frage der Sichtweise: Empfinde ich diese Zerstörung als Untergang oder als Befreiung?

„Es gehört zum Drogenkonsum dazu, dass man Grenzen überschreitet“

The European: Luisa, du hast geschrieben, die Sucht habe dir geholfen, am Leben zu bleiben.
Luisa: Ich war wohl schon als Kind depressiv. Ich kannte das Krankheitsbild damals natürlich nicht. Ich habe mich oft im Schrank verkrochen und gelesen, immer in der Hoffnung, dass niemand weiß, dass ich da bin. Mit zwölf habe ich in mein Tagebuch geschrieben, dass ich mich umbringen will. Meine Mutter hat es irgendwann gelesen, aber nicht ernst genommen.

The European: Mit 14 hast du angefangen, Drogen zu nehmen.
Luisa: Ich bin bewusst rangegangen, habe vorher nachgelesen, wie die Drogen wirken. Ich wollte wissen, was dann mit mir passiert. Es war nie so, dass ich einen Kontrollverlust hatte. Nur mit Alkohol, aber mit anderen Drogen nie, keinen Filmriss oder Ähnliches.

The European: Bei Christian ist es irgendwann eng geworden.
Christian: Ja, es ist eng geworden, sehr eng. Aber es gehört zum Drogenkonsum, dass man Grenzen überschreitet. Umso tiefer man das auslotet, desto tiefer kann man auch seine Wurzeln schlagen.

The European: Was meinst du?
Christian: Ich habe durch meinen über­triebenen Konsum eine tiefe Bewusstheit entwickelt – in sämtlichen Zuständen. Selbst betrunken kann ich klar handeln, sprechen und denken. Ob das jetzt so wertvoll ist, sei mal dahingestellt. Es gilt aber auch für andere Zustände wie Depression oder Angst, in denen Menschen oft unreflektiert handeln. War jetzt aber eigentlich nicht die Frage, oder?

The European: Na ja, nicht jeder schafft ja den Absprung so kurz vor knapp.
Christian: Auch das ist letztlich eine Entscheidung, genau wie der Konsum. „Ich will damit aufhören“ alleine ist jedenfalls keine.
Luisa: Wenn ich etwas versuche, mache ich es eben nicht, deswegen versuche ich es ja.
Christian: Genau. Man kann nicht aufhören mit Rauchen, sondern nur nicht mehr rauchen.
Eigentlich einfach.

„Beim ersten Mal Ecstasy habe ich plötzlich gewusst, dass ich da bin“

The European: Wie ist die Wahrnehmung des Süchtigen? Das Verhältnis der Gesellschaft zu Drogen ist ja durchaus kompliziert.
Luisa: Wie ich mich selber wahrgenommen habe, war unerwartet. Mit aufputschenden Drogen habe ich mich „normaler“ gefühlt als nüchtern. Nüchtern habe ich mich immer wie bekifft gefühlt. Immer ein bisschen verpeilt und nicht wirklich bewusst da. Beim ersten Mal Ecstasy habe ich plötzlich gewusst, dass ich da bin. Wenn ich mir vorstelle, dass andere Menschen sich so fühlen, wenn sie nüchtern sind, ist das sehr seltsam.
Christian: Das Absurde ist, dass ich Menschen in einem Zustand des tiefsten Rausches gegenübertreten kann, ohne dass sie irgendwas davon mitbekommen. Erstens, weil die Sensorik, um das wahrzunehmen, oft nicht da ist. Zweitens, weil es nicht vermutet wird und drittens, weil die Fantasie des Nichtkonsumenten darüber, wie der Konsument zu sein hat, nicht der Realität entspricht.

The European: Man denkt an den Junkie, erwartet aber mindestens den Kontrollverlust.
Christian: Ich kenne Menschen, die ziehen morgens ihre Nase Koks, gehen arbeiten und keiner merkt etwas. Anders natürlich beim Alkohol, den merkt man jemandem meistens an. Aber: Sobald gewusst wird, dass man Konsument ist, vermuten die Leute in jedem Moment, dass man drauf ist. Dann wird alles angezweifelt, was man denkt, sagt oder tut.
Luisa: Als wäre man allgemein nicht mehr zurechnungsfähig.
Christian: Drogensucht wird als Krankheit anerkannt. Dabei ist diese Sichtweise, das als Krankheit zu bewerten, ein beinahe lächerlicher Versuch.

The European: Warum?
Christian: Krankhaft kann im Endeffekt alles oder zumindest vieles werden. Man muss einfach in der Historie der Menschheit mal nachschauen und sehen, wie sehr das Dionysische, der Rausch als solcher, ein Bestandteil der menschlichen Natur ist. Darin per se etwas Krankhaftes zu sehen, finde ich fragwürdig.
Luisa: Wenn ich nüchtern nach Hause kam, hat meine Mutter immer gesagt, meine Augen sähen so komisch aus. Wenn ich lattenstramm war, hat sie meistens nichts gemerkt. Ich habe mit ihr am Tisch gesessen, geredet und war ganz „normal“. Ich glaube, wer keine Erfahrung hat, denkt an unkontrolliertes Verhalten. Aber so ist es ja gar nicht. Außer bei Alkohol.
Christian: Ich finde diese Trennung zwischen „Drogen“ und Alkohol wirklich nervig.

The European: Potenziell ist jedes Rauschmittel gefährlich, oder?
Christian: Der Umgang mit Drogen verlangt nach einer Art Führerschein. Solange man Drogen einfach verteufelt, kann man den Umgang mit ihnen aber nicht lernen. Würde stattdessen in frühen Jahren eine Stabilität erarbeitet werden können, wenn ich etwa als Kind sehe, dass meine Eltern nur alle vier Wochen mal kiffen und das im Griff haben, kann ich mir das aneignen und vielleicht selbst später schwerer abrutschen.

„Man kann den Menschen den Rausch ohnehin nicht verbieten“

The European: Gesetzlich wird zwischen legalen und illegalen Rauschmitteln klar getrennt.
Luisa: Wodurch jemand, der anfängt, Drogen zu nehmen, auch noch als kriminell wahrgenommen wird.

The European: Wäre es für euch in irgendeiner Form anders gelaufen, wenn Drogen legal gewesen wären?
Christian: Man kann den Menschen den Rausch ja ohnehin nicht verbieten. In der Zeit habe ich das Verbot aber nie wirklich hinterfragt. Man fängt erst später an, sich darüber so philosophische Gedanken zu machen, aber in der Sekunde war es scheißegal, ob das legal war oder illegal. Wenn ich Drogen nehmen will, nehme ich sie. Zumal es sich da um Entscheidungen handelt, die ich für mich alleine treffe. Ich schade damit zunächst mal keinem anderen Menschen. Das zu illegalisieren, schafft mehr Probleme als es löst.

The European: Verbotene Drogen wandern in den Untergrund. Verschwinden damit gewissermaßen auch die Personen?
Christian: So ist es. Nur die Extremfälle sind bereit, das unter der Prohibition öffentlich zu machen. Alle anderen gehen in Clubs oder bleiben im Wohnzimmer.
Luisa: Es gibt leider diese furchtbar un­begründete Angst davor, dass die Gesellschaft zusammenbricht, wenn man Drogen legalisiert. Aber das ist Quatsch. Wenn man sich beispielsweise die Niederlande anguckt oder andere Länder, die eine alternative Drogenpolitik haben, dann sind da ja auch nicht alle Leute suchtkrank und arbeitslos.
Christian: Es ist doch absurd. Selbst eine gesellschaftlich voll integrierte Person – psychisch stabil, arbeitend – muss in einem Club auf die Toilette gehen, um Koks zu ziehen. Das Zeug ist teurer als Gold, das muss man sich mal überlegen. Was für ein Bild: Du sitzt auf einer vollgeschissenen Toilette, um dir heimlich Gold reinzuziehen. Man wird gesellschaftlich auf ein Scheißhaus gezwungen.

The European: In eurem Leben spielt Kunst eine große Rolle. Hängen Drogen und Kunst zusammen?
Christian: Der Zusammenhang zwischen Rausch, Kunst und Kreativität besteht irgendwie seit jeher, ist aber keine bedingte Sache. Ich stehe morgens um zehn auf, gehe in mein Atelier und male die besten Bilder. Dazu brauche ich gar nichts. Trotzdem ist die Suche eines Menschen, der sich in der Kunst wiederfindet, eine Suche nach Horizonten im Leben, die vielleicht auch das Bedürfnis nach Rausch mit sich bringen. Das eine kann das andere beflügeln, kann es aber auch hemmen.

„Drogen machen nicht kreativ“

The European: Drogen können Kreativität genauso zerstören wie fördern?
Christian: Wenn man drei Tage durchgemacht hat, ist man nicht mehr kreativ, sondern liegt eine Woche im Bett und kann gar nichts mehr. In den tiefsten Tiefen meiner Sucht habe ich null gemacht. Es gab keine Kreativität. Gar nichts. Ich habe bestimmt sieben Jahre meines Lebens nicht gemalt. Da muss man sich auch nicht einbilden, wie kreativ Drogen machen. Das ist Schwachsinn.
Luisa: Aber rückwirkend betrachtet war das eine wichtige Zeit für dich, auch wenn du nichts gemacht hast.
Christian: So kann man es sich schönreden. So rede ich es mir auch schön, das ist richtig.
Luisa: Weil es die Weltsicht verändert. Ich habe gelernt, anders zu denken. Im Rausch sind Dinge klar, die sonst verborgen bleiben. Gerade Erkenntnisse über sich selbst hat man in solchen Momenten besonders oft, weil man sich selbst gegenübersteht und sich ins Antlitz schauen und erkennen muss, wer man selbst als Person ist.

The European: Dem kreativen Rausch steht die Gesellschaft recht positiv gegenüber. All die 27er, die so tragisch früh verstorben sind, sind zu Helden geworden, ihre Platten laufen heute noch überall.
Luisa: Die Gesellschaft feiert den Rausch und ver­urteilt die Süchtigen. Das war ein wunderbarer Satz von Christiane F.
Christian: Sucht ist nicht immer schlimm. Sucht ist Treibstoff. Sucht hat wie alle Dinge auf der Welt zwei Seiten.
Luisa: Alles kann Medizin sein oder Gift.
Christian: Genauso ist es. Für mich ist Freiheit die Fähigkeit, abhängig sein zu können. Ich bin der Meinung, dass ein Mensch nicht ohne Abhängigkeiten existieren kann. Seien es auch nur völlig primitive Abhängigkeiten vom Atmen oder Essen. Wir sind auf dieser Welt bestimmten Dingen unterworfen. Wir sind davon abhängig, dass die Welt sich um die Sonne dreht. Die Sehnsucht nach Liebe liegt in der menschlichen Natur. Diese Abhängigkeiten sind da. Aber wir erkennen, nutzen und kontrollieren sie. Ich denke, das kann man auch mit Drogenabhängigkeit tun.

The European: Sucht wird oft mit dem Verlust der Kontrolle über den Konsum assoziiert.
Christian: Ich würde nicht sagen, dass ein Mensch, der kontrolliert Drogen nimmt, nicht süchtig ist. Auch das ist eine Sucht. Aber: So what?! Dann trinke ich halt jeden Abend ein Bier zum Einschlafen. Macht mich das zu einem schlechteren oder besseren Menschen? Bei dieser Frage fängt eine andere Bewertung an, die keine Verurteilung mehr ist.
Luisa: Es ist vor allem eine Frage des Lei­dens­drucks. Also, ob man in der Sucht ein Leiden entwickelt oder nicht.
Christian: Das Thema Leid ist überhaupt ein wichtiges. Zum Beispiel schauen wir uns unbewusst von unseren Eltern emotionale Muster und Verhaltensweisen ab. Auch deren Leid. Wenn ich eine Mutter habe, die seit Jahren in ihrer Ehe leidet, oder einen Vater, der an seinem Job leidet, dann lerne ich von ihnen, dass Leid keinen Impuls zur Veränderung gibt. Sondern zum Hinnehmen und Aushalten. Wenn ich dann als Kind zu Drogen greife, kann das Leid, dass ich empfinde, nicht mehr der Impuls sein, etwas zu verändern. Und damit stecke ich in der Sucht.

The European: Das Streben nach Glück und Zufriedenheit ist allgemein anerkannt. Nur, dafür auf Pülverchen zurückzugreifen, ist verboten. Ist das nicht schizophren?
Christian: Wenn man es so betrachtet, ja. Aber oft ist es nicht Glück, sondern Leid, das den Menschen der Impuls des Lebens ist. Da geht es nicht um ein Hoch, sondern um die Vermeidung eines Tiefs. Man will eine konstante Mittellinie, die möglichst wenig Ausschlag hat.
Luisa: Das hängt auch einfach von der Persönlichkeit ab. Ob man mit sich selbst bewusst umgeht, oder die Dinge einfach verdrängt. Ob man versucht, sich nicht mit sich und der eigenen Unzufriedenheit auseinandersetzen zu müssen, oder ob man das Ganze positiv benutzen will und den Ausschlag nach oben sucht. Drogen sind eher Mittel zum Zweck.
Christian: Das Witzige ist, dass wir die ganze Zeit darauf hinweisen, dass alles abhängig vom Individuum ist. Wir wiederholen das ständig. Einfach, weil wir gebrannte Kinder sind. Wir wünschen uns genau diesen Umgang mit uns selbst. Dass andere Menschen akzeptieren, dass ich mich so entschieden habe, auch wenn sie es für sich selbst für falsch halten.

„Das Bild ist nie vollständig“

The European: Das derzeitige Rezept der Drogenpolitik ist, zu sagen, was geht und was nicht. Wenn ich dich richtig verstehe, wäre aber eine viel schwierigere Aussage richtig: Das musst du selbst rausfinden.
Christian: Genau. Pauschal Verbote auf­zustellen, führt zu nichts Gutem. Klar brauchen wir als ordnendes System irgendwelche Richtlinien, aber man muss trotzdem den Menschen vertrauen.

The European: Zum Schluss, wenn ihr heute mit eurem jungen Ich reden könntet, das damals angefangen hat, Drogen zu nehmen, was würdet ihr sagen?
Luisa: Ich bin dankbar für alles, was passiert ist. Auch wenn es furchtbar war und viel Leid und Schmerz gebracht hat. Deswegen sitze ich jetzt hier. Und ich habe definitiv meine Ersatz­familie gefunden. Leute, die mich wirklich verstehen, Leute, die ich liebe. Unabhängig davon habe ich aber auch mit meiner Familie mehr oder weniger Frieden geschlossen. Ich bin froh, wie es gelaufen ist, denn dadurch habe ich eine andere Sicht auf die Welt bekomm­en und würde meinem früheren Ich sagen: Durchhalten. Eines Tages wird es besser.
Christian: Ich würde auch sagen: Du packst das. Und behalte deinen Humor, das ist eine der wichtigsten Eigenschaften in so ernsten Zeiten. Vielleicht noch einen kleinen abschließenden Satz …

The European: … sehr gerne.
Christian: Es gibt keine vollständige Abhandlung in diesem Bereich. Mit Sicherheit finden sich in dem, was jetzt gesagt wurde, wieder neue Punkte, an die man anknüpfen müsste, an denen etwas ausgelassen oder von einer anderen Position nicht betrachtet wurde. Und das müssen die Menschen auch wissen, die einem zuhören. Das Bild ist nie vollständig.

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Dieser Beitrag stammt aus Ausgabe 3/2015 des gedruckten „The European“.

Unsere Titeldebatte: Wir haben jeden Bereich unserer Gesellschaft liberalisiert, nur die Drogenpolitik nicht. Der Ruf nach einer Revolution wird lauter.

Weitere Debatten: Schafft Deutschland die Industrie 4.0? Wie man sich an unsere Zeit erinnern wird. Geht die AfD zugrunde? Dazu Gespräche mit Noam Chomsky, Christopher Lauer, Wim Wenders.

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