Wer seine Meinung kundtut und postwendend dafür Lob erhält, der kann sich leicht dem (Irr-)Glauben hingeben: Seht her, ich habe recht. Genauso könnte es Paul Schäfer gehen. Denn der verteidigungs- und abrüstungspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag hat für seinen Beitrag “Kooperation statt Drohgebärden” gleich vom ersten Kommentator warmen Zuspruch erhalten: “Endlich mal”, schreibt M. H., “ein Artikel, der völlig neutral berichtet und nicht mit der Dämonisierung des Landes beginnt. Hut ab – weiter so!!” Wahrlich, ein aufrechter Aufklärer, der Genosse. Einer, der weiß, was sich hinter dem Atomprogramm des Iran wirklich verbirgt: nichts nämlich. Jedenfalls nichts Böses. Das kommt von den anderen – dem Westen, den USA und Europa. Weil die Sanktionen verhängen. Weil die sich einer vernünftigen Kooperation mit Teheran verweigern und stattdessen auf Konfrontation setzen. Weil die “Theaterdonner” und “anschwellendes Alarmsirenengeheul” bevorzugen, was die zarten und friedfertigen Töne der Mullahs im Machtgetöse ungehört verhallen lässt.
Ein UN-Mitglied stellt einem anderen dessen Vernichtung in Aussicht
Das Problem ist nur: Paul Schäfer erzählt hier ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Offenbar hat er zu lange den säuselnden Worten des Geschichtenerzählers und Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gelauscht oder sich zu häufig das staatlich kontrollierte iranische Fernsehen zu Gemüte geführt. Denn besser als der Linkspolitiker hätte auch das Propagandaministerium in Teheran nicht formulieren können, wer im gefährlichen Atompoker die gezinkten Karten in der Hand hält. Doch das ist kaum mehr als ein ziemlich kläglicher Versuch, uns alle zu bluffen. Oder, fast schlimmer noch, grenzenlose Naivität.
Denn es darf nicht außer Acht gelassen werden, wem hier so viel Friedensliebe zugebilligt wird. Mehrfach hat Ahmadinedschad den Holocaust geleugnet. Mehrfach hat der iranische Staatschef damit gedroht, das “zionistische Gebilde” von der Landkarte zu tilgen. Wohlgemerkt: Ein UN-Mitglied stellt einem anderen dessen Vernichtung in Aussicht. Und nicht nur das. Mehrfach hat Ahmadinedschad den Heiligen Krieg gegen den Westen und seine Werte beschworen. Mehrfach hat der Präsident, dem vermutlich jede demokratische Legitimität fehlt, die grüne Opposition niederknüppeln und in Gefängnissen foltern lassen. Mehrfach hat der oberste Aufseher über das Atomprogramm die UN-Energiebehörde und damit die Staatenwelt an der Nase herumgeführt. So lange und so oft, dass jetzt selbst Russland und China, sonst treue Partner des Iran, die Faxen dicke haben.
Einem solchen Mann, einem solchen Regime soll der Westen, sollen wir alle Vertrauen schenken? Die bellen nur, beißen aber nicht? Die halten nur den Finger auf den Raketen-Abschussknopf, drücken ihn jedoch nicht? Wer’s glaubt, wird selig. Oder muss mehrfach zur Wasserpfeife greifen, um sich die Sinne vernebeln zu lassen.
Sanktionen gegen den Iran sind der richtige Weg
Dabei ist klar: Die Machthaber in Teheran reagieren nur auf Druck. Freundliche Gespräche, kritischer Dialog – man sieht die Mullahs förmlich vor sich, wie sie sich vor Lachen auf die Schenkel klopfen. Ja, ja, der Westen will reden. Lasst ihn ruhig. Er ist eh schwach und verweichlicht. Wir handeln lieber, aus einer Position der Stärke heraus.
Genau diese Stärke muss jedoch endlich die Staatengemeinschaft an den Tag legen. Sanktionen gegen den Iran sind da der richtige Weg. Aber die bisherigen reichen bei Weitem noch nicht aus. Es braucht schärfere. Solche, die dem Regime richtig wehtun und ihm in aller Deutlichkeit zeigen: Bis hierhin und keinesfalls weiter.























Sehr geehrter Herr Böhme,
grundsätzlich teile ich ihre Position bzgl. des Iran. Ihre letzten 2 Sätze möchte ich aber kommentieren.
Die Sanktionen tun dem Regime nicht direkt weh. Sie tun den Menschen weh, die vom Regime beherscht werden und man hofft, dass die Menschen aus diesem Unmut heraus das System verändern.
Was diese Sanktionen also bedeuten müssen für die Menschen, damit sie erneut den Mut aufbringen gegen ein so brutales System auf die Straße zu gehen ist schrecklich. Ich denke dass Sanktionen notwendig sind, aber es ist ein schmaler Grad zwischen politischer Wirksamkeit und humanitärer Katastrophe den man bschreitet. Dem muss man sich bewußt sein.
Sehr geehrter Herr Böhme.Beim Lesen ihres Artikels und beim Betrachten der dazugehörigrn Karrikatur hatte ich merkwürdiger Weise die Abbildung des hässlichen Juden, die ich mal in einem Buch über die NS-Zeit gesehen habe vor Augen. Zugegeben, ein Machwerk der NS Propaganda.Aber ich kann mich dem Gedanken nicht erwehren das das gleiche was unrechtmässig dem jüdischen Volk angedichtet wurde, schon lange der arabischen Welt angehängt werden soll.Nur Warum? Genau wie zur NS Zeit ,geht es auch hier um wirtschaftliche Interessen.Afghanistatan mit seinen Bodenschätzen, Kuwait mit seinen Erdöl, Irak, reich an Erdöl und Erdgas, überall haben sich die Verbündeten Israels festgekrallt. Der Iran fehlt noch in der Sammlung.Seit über 10 Jahren sucht man vergebens die Vernichtungswaffen Sadam Husseins die Israel und die freie Welt bedrohten, genau so wird es im Irak sein wenn der ach so freie und demokratische Westen erst einmarschiert ist um sich das Öl und Erdgas des Iraks unter den Nagel zu reissen.Seit 50 Jahren schürt Israel einen Konflikt der nicht nur der amerikanischen, auch der Deutschen Waffenindustrie einen festen Umsatz beschert.Der den nahen Osten zu einem Armenhaus hat werden lassen, ausgenommen Israel. Leben zum Beispiel in Gaza Leute, vergleichbar der Situation im Warschauer Getto.Israel wird unglaubwürdig, vor allem bei der jüngeren Generation in Europa die sich fragt welche Schuldgefühle sie für Israel haben soll.Sie machen das Verhalten Israels und Amerika und deren Wasserträger, auch Deutschland , für den weltweiten Terror verantwortlich.So wie einst die Nazis sich für Übermenschen hielten, so treten die Europäer und Amerika Heute in der arabischen Welt auf.
Mehrfach hat Ahmadinedschad den Holocaust geleugnet. Mehrfach hat der iranische Staatschef damit gedroht, das “zionistische Gebilde” von der Landkarte zu tilgen. Wohlgemerkt: Ein UN-Mitglied stellt einem anderen dessen Vernichtung in Aussicht. Und nicht nur das. Mehrfach hat Ahmadinedschad den Heiligen Krieg gegen den Westen und seine Werte beschworen.
Sanktionen gegen den Iran sind da der richtige Weg. Aber die bisherigen reichen bei Weitem noch nicht aus. Es braucht schärfere. Solche, die dem Regime richtig wehtun und ihm in aller Deutlichkeit zeigen: Bis hierhin und keinesfalls weiter.
Ich habe mich gefragt woher hat dieser Christian Böhme seine Weisheiten her und warum schlägt er mit dieser jüdisch propagandistischen Aggression auf Mahmud Ahmadinedschad ein?
Wer über sein Atomprogramm die Staatenwelt an der Nase herumführt und dem Atomsperrvertrag nie beigetreten ist, obwohl er über ca. 200 Atombomben mit ca. 400 Sprengköpfen verfügt, welche er jetzt sogar mit in Deutschland hergestellten U-Booten abschießen kann, bleibt selbstverständlich unerwähnt.
Der Iran hat den Atomwaffen-Sperrvertrag unterschrieben und Inspektionen der Atomenergiebehörde IAEA zulässt. Nicht so Israel. Der Judenstaat hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben und läßt keine Inspektionen zu.
Es sind nicht die erfundenen Nuklearwaffen des Iran, von denen sich Israel bedroht sieht. Es ist das iranische Holocaust-Aufklärungsprogramm, das als Bedrohung empfunden wird.
Vertreter von 43 Staaten sollten sich bei US-Präsident Obama treffen, um die internationale Atomsicherheit zu beraten. Doch Israels Premier Netanjahu kommt nicht. Berichten zufolge fürchtet er, dass muslimische Staaten seine Regierung zur Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags drängen wollen.
Der Atomwaffensperrvertrag, der die Verbreitung von Nuklearwaffen verbietet, wurde bisher von knapp 190 Staaten unterzeichnet, nur nicht von Israel, Indien, Nordkorea und Pakistan.
Da Israel den Vertrag nicht unterzeichnet hat, gibt es keine Rechtsgrundlage für Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Internationale Militärexperten vermuten, dass Israel im Besitz von mehreren hundert Atomsprengköpfen ist. Das israelische Atomprogramm setzte mit der Einweihung des Reaktors in Dimona in der Negew-Wüste im Jahr 1965 ein.
Der von US-Präsident Obama einberufene Abrüstungsgipfel soll die muslimischen Staaten offenbar dazu verpflichten, den Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen, um, seinen Angaben zufolge, am Ende eine atomwaffenfreie Welt schaffen zu können. In Wirklichkeit sollen sie sich nur freiwillig dazu verpflichten, sich gegen die atomare Bedrohung durch Israel nicht mit eigenen Atomwaffen zur Wehr zu setzen.
Nachdem ich Christian Böhme angeklickt habe, war mir alles klar.
Christian Böhme: Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung.
Noch Fragen der Loyalität?
Michael Ben-Ari sagte einmal in Bezug auf Loyalität:
“Hunde sind normalerweise loyal und die Briten mögen Hunde sein, aber sie sind nicht uns gegenüber loyal. Sie scheinen loyal gegenüber dem antisemitischen Establishment zu sein.”
Wen ich Kommentare wie den letzten höre, verliere ich jeglichen Glauben an die Menschheit.
Warum Demokratie, Rechtsstaat, Meinungsfreiheit, wenn psychopathische Freaks wie ein ach so braves deutsches Bürgerlein (heute schon den Rasen gemäht, Gartenzweg aufgestellt oder ein Asylantenheim angezündet?) ihren irrationalen Blödsinn frei verzapfen dürfen? Wenn schon Menschenverachtung, dann doch bitte im Sinne der Vernunft.
Braves theutsches Kleinbürgerlein, dass brav zur Arbeit geht, seine Steuern zahlt ,dem Führe" die Hand zum Gruße hebt und sich über “die da oben” aufregen kann.
Alles was Sie in einem Land das von meinen Gesinnungsgenossen regiert würde zu erwarten hätten wäre ein Schlagstock in die Fresse und die Rechnung für die Hinrichtung ihrer Frau und ihrer Kinder.
Wen ich Kommentare wie den letzten höre, bestätigt sich: wir können euch nicht zwingen die Wahrheit zu sagen. – Aber dazu zwingen immer dreister zu lügen.
Sie sagen, der Terrorismus muss bekämpft werden und produzieren ihn selber! Sie sagen, Atomwaffen müssen bekämpft werden und haben sie selber! Sie sagen, Diktaturen müssen bekämpft werden und sind selber eine! Sie sagen, Demokratie muss verbreitet werden und bauen sie bei sich ab! Sie sagen, sie wollen Frieden und verbreiten aber Krieg! Sie sagen, sie kämpfen für Menschenrechte und foltern ohne Reue!
Sodann Argumente fehlen geht man über zu schlagkräftigen Diffamierungen welche den Holocaust und den Antisemitismus im Schlepptau haben, da ist ein Asylantenheim anzündender Psychopath welcher seinen irrationalen Blödsinn frei verzapfen darf noch geschmeichelt.
Ich habe heute noch keinen Rasen gemäht, keine Steine werfende Kinder erschossen, ihnen auch keinen Arm abgesägt, auch keine Journalistin mit meinen Panzerketten überfahren.
Was psychopathische Freaks so alles nicht machen verurteilt sie, bei bestimmten Bevölkerungsschichten, in ach so brave deutsche Brüderlein.
Es gibt immer wieder Menschen die glauben in einer Demokratie und in einem Rechtsstaat zu leben und mit dem glauben an Meinungsfreiheit, für Jahre gesiebte Luft zu atmen.
“Wenn ein Land gerecht ist, sollte man mutig reden und handeln.