Der Journalist arbeitete acht Jahre lang beim Tagesspiegel. Dann bekam Böhme das Angebot, Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung zu werden und nahm es an. Böhme half dem Blatt, das 2003 aus Geldknappheit nur vierzehntäglich erschien, aus der Krise und arbeitete dort bis Oktober 2011. Beim Tagesspiegel war er Chef vom Dienst und zwischenzeitlich auch Leiter des Ressorts Politik.
Zuletzt aktualisiert am 08.12.2011Wenn es im Nahen Osten auf zum Waffengang geht, kann Deutschland unmöglich danebenstehen. Der Schutz Israels ist schließlich Staatsräson – da sollte die Wahl nicht schwerfallen.
Den Deutschen ist eine ungewohnte und ungeliebte Rolle zugefallen: Als letztes großes europäisches Land scheint die Merkel-Nation noch potent genug, Europa aus der Krise zu holen. Jetzt muss Berlin für sich und andere Verantwortung erheben.
Der jetzt vorgestellte Antisemitismusbericht ist erschreckend. Nicht nur seine Ergebnisse, sondern auch das, was er übersieht. Jetzt tut Aufklärung dringend not.
Der Westen, die NATO und Israel – alles Imperialisten. Assad und Gaddafi? Opfer von deren Ambitionen. Das Internet ist voller Absurditäten, doch kritisch wird es, wenn solche Positionen von etablierten Parteien im Bundestag geteilt werden.
Der Möchtegern-GröFaZ ist allgegenwärtig – jetzt sollen Auszüge aus Hitlers bislang verbotenem Werk Mein Kampf an deutschen Kiosken verkauft werden. Kein Grund zur Panik, auch wenn die Aufklärungsabsicht wohlfeiler Unsinn ist.
Netzaktivisten wollen mit nazi-leaks Sympathisanten der rechtsextremen Szene outen. Das mag gut gemeint sein, leistet aber Denunziationen Vorschub und stellt Freiheitsrechte infrage.
Die Kanzlerin steht in der Kreditaffäre weiterhin hinter Christian Wulff. Allerdings verhält sich auch die Opposition auffällig zurückhaltend. Das könnte daran liegen, dass von den Vorteilen der Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft nicht nur der Bundespräsident profitiert.
Im Deutschland von 2012 ist Vertrauen das einzige Zahlungsmittel. Ein Rückblick auf das kommende Jahr.
Nach den Nazi-Morden ist vor dem Vierten Reich. Der Aufstand der Anständigen lässt auf sich warten, genau wie der Aufstand der Zuständigen. Statt hysterischer Debatten brauchen wir nachhaltige Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit.