Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler. Ingeborg Bachmann

Ein Rassismus und Antisemitismus übelster Art

Diese Szenen zeigen, was passiert, wenn Demokraten Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nicht unbedingt, systematisch und konsequent benennen, ächten und bekämpfen. Es rächt sich, solche Bewegungen nicht im Keim zu ersticken, sie als Einzelfälle zu verharmlosen oder als Populismus zu relativieren.

Die „Unite the Right“-Kundgebung am Samstag in Charlottesville war der größte und brutalste Aufmarsch von militanten Rechtsradikalen, den die USA und die Welt seit Jahren gesehen haben.

Immer mehr Erschreckendes kommt darüber ans Licht. Rassismus und Antisemitismus übelster Art wurden offen und martialisch propagiert und zur Schau gestellt.

Die gespenstischen Bilder zeigen, wie aggressiv die Anhänger der Alt-Right-Bewegung, Neo-Nazis, Ku-Klux-Klan-Männer, „White Supremacy“-Gruppen und andere rechte Fanatiker im Stechschritt, die Haare im strengen Seitenscheitel, durch die Nacht marschierten. Die Gewaltorgie gipfelte in der terroristischen Autoattacke, bei der eine junge Frau ermordet wurde. Auch die Juden in Charlottesville waren von dem antisemitischen Mob und ihrer eskalierenden Gewalt massiv bedroht. Die Neonazis zogen mit Hakenkreuzfahnen und Hitlergruß an Synagogen vorbei, grölten judenfeindliche Parolen.

Diese Szenen zeigen, was passiert, wenn Demokraten Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nicht unbedingt, systematisch und konsequent benennen, ächten und bekämpfen. Es rächt sich, solche Bewegungen nicht im Keim zu ersticken, sie als Einzelfälle zu verharmlosen oder als Populismus zu relativieren. Alle Formen von Extremismus und Terror müssen frühzeitig erkannt und eingedämmt werden.

Quelle: Facebook-Seite

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Egidius Schwarz, Henryk Broder, Mareike Enghusen.

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