„Wenn man länger als eineinhalb Stunden über Bürokratie-Abbau spricht, ist das dann Bürokratie?“ Franz Müntefering
Die freie Journalistin ist Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes „New Women For Europe“ mit Beraterstatus am Europäischen Parlament. Als Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“ tritt sie für einen neuen Feminismus abseits von Gender Mainstreaming und Quoten ein. Kelle ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Sie ist seit 2012 Kolumnistin bei „The European“.
Zuletzt aktualisiert am 18.04.2013In der Mehrheit der Gesellschaft ist der Gang zur Prostituierten nach wie vor verpönt. Ob ihre Legalisierung den Frauen wirklich geholfen hat, darf in vielen Fällen bezweifelt werden.
Manchen reicht es nicht, zu gewinnen, sie wollen ihre Gegner auch erniedrigt am Boden sehen. Für die Geschlechterdebatte bedeutet dies: Mühsam abgebaute Fronten werden mancherorts neu errichtet.
Gefesselte Krippenkinder, entlassene Erzieherinnen. Der lodernden Krippendebatte haben diese drei Frauen in Thüringen jedenfalls einen Bärendienst erwiesen. Erzieherinnen möchte ich sie allerdings nicht mehr nennen.
Das Betreuungsgeld ist nun im Stand-by-Modus. Die Opposition hat schweres Geschütz angekündigt. Wir werden es noch durch den nächsten Wahlkampf quälen und weiterhin im Kreis reden: Das Tauziehen um das Kind ist noch nicht entschieden.
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Nie gab es einen besseren Bond als Daniel Craig. Er liebt, er schwitzt, er scheitert – er ist Mensch. Gebt mir mehr davon!
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Keine Idee, kein Konzept: Die Familienpolitik der schwarz-gelben Koalition ist so gut wie gescheitert. Ihre letzte Chance ist ein radikaler Schnitt.
Die Entmachtung der Familie schreitet voran, das große Ganze – die Verantwortung für die Kindererziehung – gerät aus dem Blick. Wenn das Private politisch ist, was ist dann noch privat?
Das Gerede vom Karriereknick durch Kinder offenbart einen fatalen Prioritätenwechsel in der Gesellschaft. Tatsächlich ist unser größtes Problem der Verlust der Familie.
Grundschulvergleiche allein bringen nichts. Man muss auch Konsequenzen daraus ziehen. Aber genau daran fehlt es.
Der Vorschlag der Großelternzeit von Kristina Schröder ist auf den ersten Blick so entwaffnend sympathisch, dass man leider erst auf den zweiten Blick sieht, wohin es führt: Noch weniger Zeit für die eigenen Kinder, noch mehr Altersarmut.