Wir sollten neugierig sein und ins Gespräch kommen. Dazu will ich in den kommenden Jahren beitragen. Christian Wulff

Alexander Görlach

Alexander  Görlach

Der promovierte Theologe und promovierte Linguist (Jahrgang 1976) ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von „The European“. Görlach war zuvor für zahlreiche große deutsche Medienhäuser tätig. Görlach war auch der Online-Ressortleiter des Politikmagazins „Cicero“. Er ist als Experte regelmäßig bei N24 zu sehen. Alexander Görlach hatte verschiedene Lehraufträge inne, unter anderem an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2014 ging er als J.F.Kennedy Memorial Fellow an das Center for European der Harvard University. Für das akademische Jahr 2015/2016 folgte er erneut der Einladung Harvards.

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2016

Kolumne

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  • Nun ist Wahlkampfzeit und da gibt es leider keine Zeit, sich mit den alten und wieder neu aufgekommenen Schicksalsfragen der Deutschen zu beschäftigen. Ein Wahlvolk, das Recht vor der Freiheit besingt, möchte dabei auch nicht mit Neuerungen belästigt, sondern im kodifizierten “war immer schon so” bestätigt werden.

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  • Unsere Erregungskultur haben wir bis zum Überdrehen gebracht: es fing mit Stuttgart21 an, ging über die Causa Wulf und hat nun einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Als Gemeinschaft ist das deutsche Volk am Ende und es kündigen sich amerikanische Verhältnisse an. Angetan hat uns das nicht der Russe oder der Ami, sondern wir selbst mit unserer satten Selbstgefälligkeit.

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  • In der Debatte um die neue Rechte, wird der Satz “Ich bin kein Nazi, aber” immer wieder zu Analyse-Zwecken ins Feld geführt. Das bringt nichts, denn die allermeisten Flüchtlings- und Muslimhasser der Gegenwart sind in der Tat keine Nazis.

Gespräch

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  • Die Welt ist mit dem 11. September 2001 in eine neue, gewaltsame Ära eingetreten. Am Ende wird es weniger Religion auf der Welt geben, so wie im Europa nach 1648. Humanismus und Aufklärung werden das Siegesbanner davon tragen. Vor uns liegen düstere Jahre.

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