Zank, Zoff, Zaster

von Yascha Mounk12.07.2011Außenpolitik, Innenpolitik, Medien

Der Streit um die Schuldenmisere in den USA nimmt groteske Züge an. Die Republikaner scheinen lieber ein Scheitern des Staats in Kauf zu nehmen, als über neue Steuern nachzudenken. Wenn es so weitergeht, wird aus Washington bald Athen.

Bis zum 2. August müssen die USA die Schuldenobergrenze anheben – sonst verwandelt sich Washington in Athen. Eine Einigung ist aber nicht in Sicht. Noch vor einigen Tagen standen die Zeichen dabei auf einem unerwarteten Erfolg. Es sah nicht nur nach irgendeinem Kompromiss, sondern gar nach einem großen Wurf aus. Barack Obama und John Boehner, der Sprecher des von den Republikanern dominierten House of Representatives, sprachen über Einsparungen um die vier Billionen Dollar. Zu einer Zeit, da die Arbeitslosenquote in den USA auf fast zehn Prozent hochgeschnellt ist und staatliche Sozialleistungen ohnehin schon ausgehöhlt worden sind, wäre dies für die Bedürftigen im Land zwar extrem bitter gewesen.

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