Star werden ist total verrückt und schön

Wim Weimer8.06.2018Medien

Der Shooting-Star der deutschen Popszene „Lotte“ ist von ihrem plötzlichen Erfolg verblüfft. Beim SignsAward 2018 wird die Sängerin mit dem „Newcomer-Preis“ der Kommunikationsbranche ausgezeichnet. Sie nutzt ihre Dankesrede, um für mehr Engagement von Künstlern für politische und gesellschaftliche Fragen zu werben.

Charlotte Rezbach, kurz Lotte, hat es geschafft: Die 22-jährige Ravensburgerin erlebt gerade ihren Durchbruch als Popstar. Noch vor kurzem studierte sie Philosophie in Innsbruck und wagte sich mit kleinen Auftritten vor Publikum. Im Vorprogramm von Max Giesinger und Johannes Oerding wurde man auf die ausdrucksstarke Sängerin aufmerksam, und nun stürmt ihr Debüt-Album die deutschen Charts. Eine erste Solo-Tour, TV-Auftritte, Jury-Mitglied beim ESC und nun der renommierte SIgnsAward. Auf der Zeichensetzer-Gala in München ist Lotto als Newcomerin des Jahres geehrt worden. Die offizielle Jury-Begründung lautete: „Mit ihrer gefühlvollen Ambivalenz und dem Gespür für das Verletzliche und Seelenhafte wird sie zum Sprachrohr einer ganzen Generation. Authentizität in der Kommunikation zeichnet Lotte aus.“

In ihrer Dankesrede appellierte die Sängerin an ihre Zunft, sich gesellschaftlich einzumischen und zu engagieren. Über ihren Erfolg zeigte sie sich überrascht und demütig: „Es ist total verrückt. Es ist schön, so viele Konzerte spielen zu dürfen, so viele neue Menschen kennenzulernen und so viele Orte zu sehen. Für mich selber ändert sich privat allerdingt nicht so viel, ich bin immer noch die Gleiche. Ich habe aber viel dazugelernt, bin selbstständiger geworden, weiß jetzt zum Beispiel, wie man eine Steuererklärung macht.“

Ihr Interesse an einem großen Wettbewerb wie dem Eurovison Song Contest teilzunehmen ist momentan noch nicht allzu groß, da sie vorerst lieber die Intimität und den besonders engen Kontakt auf ihren Konzerten mit den Fans genießen will. Allerdings sagt sie „Wer weiß, was noch kommt.“

In insgesamt neun Kategorien wurde der SignsAward 2018 verliehen. Den SignsAward für „Vision“ erhielt der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach. Bach wird wegen seins couragierten Einsatzes für einen gemeinsamen Auftritt von Süd- und Nordkorea bei den Olympischen Winterspielen Pyeongchang 2018 geehrt. Die Laudatio hielt Ban Ki-moon, 8. Generalsekratär der Vereinten Nationen . Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert, der mit seiner klaren Haltung zur Neuauflage der großen Koalition ein Zeichen für den offenen Dialog in der Demokratie gesetzt hat, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Engagement“.

Die Preisverleihung mit 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft wurde von der WEIMER MEDIA GROUP präsentiert. Der Nachrichtensender n-tv nannte den SignsAward den „Oscar der Kommunikationsbranche“, das Handelsblatt befand: „Hier werden die Impulsgeber des Jahres gekürt.“ Die gastgebende Verlagsgruppe hat sich unter der Führung des Verlegerehepaars Dr. Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer auf anspruchsvollen Wirtschafts- und Politikjournalismus spezialisiert. Unter ihrem Dach erscheinen ein Dutzend Medienmarken, darunter das Debattenmagazin THE EUROPEAN, die Unternehmerzeitung WIRTSCHAFTSKURIER sowie das einzige Online-Pflichtblatt der deutschen Börsen BÖRSE AM SONNTAG. Auch der CH. GOETZ-VERLAG gehört zur Gruppe.

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Terror von Links wird nicht bekämpft

Nach den linksterroristischen Ausschreitungen an Silvester war Leipzig-Connewitz in aller Munde und vor allem in den Schlagzeilen. Dabei ging nicht nur unter, dass es bundesweit Ausschreitungen mit Angriffen auf Polizei und Rettungskräfte gegeben hat, sondern dass auch die Thomaskirche in Leipzig d

Warum bleibt die FDP so schwach?

Zu Beginn des Jahres 2020 wird in der Innenpolitik heftig über das Werben von CSU-Chef Markus Söder für einen Umbau der Bundesregierung debattiert. Über die verhaltene Reaktion der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Und über die Forderung des neuen SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borj

Die USA praktizieren den Terror

US-Präsident Trump will keinen Frieden im Nahen Osten, sondern Krieg. Aber selbst in deutschen Medien wird die gezielte Tötung des iranischen Generals Soleimani mit dem Kampf gegen den Terror gerechtfertigt. Eine besonders dreiste Lüge.

„Kosten- und Programm-Exzesse der öffentlich-rechtlichen Sender spalten die Gesellschaft“

Die konservative Basisbewegung innerhalb der CDU/CSU setzt sich dafür ein, die Finanzierung und Programmgestaltung der öffentlich-rechtlichen Sender wieder auf deren Kernaufgaben zurückzuführen.

Die Bundesregierung muss Donald Trump die Gefolgschaft verweigern

Dritter Tag im neuen Jahrzehnt und ein Krieg mit gigantischen Folgen droht. Die US-Morde an dem Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden Qassem Soleimani und dem Vizekommandeur der irakischen Volksmobilmachungskräfte (PMF) Abu Mahdi al-Muhandis sollen offenbar einen US-Krieg gegen den Iran vom Zaun

Frau Merkel, treten Sie endlich zurück

Vera Lengsfeld hat einen offenen Brief an die Kanzlerin geschrieben. Und bemerkt: "Alle Fehler ihrer Kanzlerschaft aufzuzählen würde den Rahmen dieser Ansprache sprengen. Deshalb seien nur die verheerendsten genannt." Welche es sind, lesen Sie hier.

Mobile Sliding Menu