Steter Tropfen höhlt den Stein

von Volker Wrede8.08.2011Wirtschaft

Der amerikanische Protest gegen unkonventionelle Gasförderung schwappt auch an deutsche Ufer – doch die dortigen Bedingungen sind anders als hier. Anstatt Panik zu verbreiten, muss diese Zukunftsoption ergründet werden.

Nach Einschätzung vieler Fachleute steht der Welterdgasmarkt vor einer Revolution: Die Weiterentwicklung von Fördertechniken macht es möglich, den fest in vielen Gesteinen gebundenen Gasinhalt zu nutzen. Nach ersten Schätzungen sind diese „unkonventionellen“ Vorkommen deutlich größer, als die bisher genutzten „konventionellen“. In zahlreichen Ländern weltweit wird intensiv an der Erschließung unkonventioneller Gaslagerstätten gearbeitet, so dass sich in absehbarer Zukunft deutliche Verschiebungen auf dem Weltenergiemarkt erwarten lassen.

Geringere Importabhängigkeit

Auch Deutschland besitzt erhebliche Potenziale an unkonventionellen Gasvorkommen in ganz unterschiedlichen Gesteinen: In NRW sind dies Tonsteine aus dem Erdmittelalter, Schiefer aus der Unterkarbonzeit und die im Untergrund des Münsterlandes lagernden Steinkohlenflöze der Oberkarbonzeit. Die verschiedenen Gesteine bedingen spezifische Herangehensweisen bei der Erkundung und einer möglichen Gewinnung der Gasinhalte. Abgesehen vom Flözgas, über das der Bergbau Informationen lieferte (in der Vergangenheit oft leidvolle Erfahrungen mit “Schlagenden Wettern“), ist die Kenntnis über die Verteilung des Gases in den einzelnen Schichten, über die technischen Parameter einer Gasgewinnung und letztlich über die Frage, welche Mengen tatsächlich wirtschaftlich gewinnbar wären, noch sehr gering und erfordert umfangreiche Erkundungen. Die energiepolitischen Entwicklungen (

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