Bei Opfern von Migranten-Tätern gibt es eine andere Moral | The European

Wer Bilder von den Opfern durch Migranten ermordeter Menschen teilt, ist unanständig

Vera Lengsfeld12.07.2021Medien, Politik

Der brutale Frauenmord von Würzburg ist für die Mainstreammedien bereits kein Thema mehr. Geht es nach den weltoffenen Toleranten unter uns, sollen die Opfer schnellstmöglich vergessen werden. Dafür sind schon Tabus erfunden worden, deren strikte Einhaltung mit der Wucht von Moralkeulen gefordert wird, schreibt Vera Lengsfeld.

Würzburg gedenkt der Opfer mit einer Menschenkette, Ein Blumen und Kerzenmeer erinnern an den Opfern vor den Laden wo der Anschlag statt fand, Foto: picture alliance / Alexander Schuhmann | Alexander SCHUHMANN

Du sollst Dir kein Bild machen, lautet ein Tabu. Angeblich wäre es Populismus oder Schlimmeres, wenn man versucht, den Ermordeten Namen und ein Gesicht zu geben. Natürlich gilt das nur für Opfer von Migranten-Tätern. Für George Floyd, dessen Gesicht weltbekannt wurde, trifft das nicht zu. Auch nicht auf die Opfer des NSU. Nach denen werden sogar Straßen benannt. Aber wer in den sozialen Medien Bilder von den Opfern durch Migranten ermordeten Menschen teilt, ist unanständig. Diese Doppelmoral zerreißt unsere Gesellschaft weiter.

Vor zwei Tagen „trendete“ #Leonie auf Twitter. Es gab einen heftigen Schlagabtausch zwischen den „anständigen“ Antifa-Trollen, die sich dort tummeln und immer mal wieder Shit-Storms inszenieren und den „unanständigen“ Normalos, denen der grausame Tod einer 13-jährigen an die Nieren ging. Etliche Diskutanten stehen für eine ideologisierte, empathielose Generation, die sich selbst absolut setzt und offenbar der Meinung ist, dass alle Andersdenkenden ihre Existenz nicht verdienen.

Übertrieben? Nicht wirklich. Jüngst stürmten völlig hysterische, kreischende Feministinnen, das Büro des österreichischen Senders „o24“, um gegen „Sexismus und Rassismus“ in der Berichterstattung des Senders zu protestieren. Die schrecklichen Gestalten störten sich nicht am grausamen Tod einer 13-Jährigen, die nach vollbrachter Tat wie ein Stück Abfall an einem Baum entsorgt wurde, sondern daran, dass die afghanische Herkunft des Täters genannt wurde.

Wenn sich ein Autor diese Szene ausgedacht hätte, wäre er der maßlosen Hetze gegen „Alerta Feminista“ bezichtigt und vielleicht sogar mit Klage bedroht worden. Wie so oft, toppt die Wirklichkeit die Phantasie.

Ich habe Fotos von Leonie, Stefanie Wagner und Leo Stettins Grab gepostet. Leo ist der Junge, der mit seiner Mutter in Frankfurt von einem Migranten vor den einfahrenden ICE gestoßen wurde und dessen Name der Öffentlichkeit lange verborgen blieb. Stefanie Wagner ist eines der Opfer des Würzburger Frauenmörders.

Übrigens entspricht die Kaltschnäuzigkeit unserer Regierung in meinen Augen der Geisteshaltung von “Alerta Feminista”.

Wie u.a. die Welt berichtete, können die Hinterbliebenen und Opfer des Angriffs von Würzburg nicht auf Entschädigungsleistungen der Bundesregierung hoffen: Die gibt es nur, wenn eine extremistische Motivation der Tat festgestellt wird. Aber weder der Allahu akbar-Ruf des Mörders, noch seine Einlassung gegenüber einem Polizisten, er sei ein Dschihadist, noch der Anschein, dass er nach der islamistischen Blaupause für Einzeltäter gehandelt hat, sind für die Ermittler Beweis genug für eine islamistische Tat. Der Mörder soll lediglich psychisch gestört gewesen sein. Außerdem war der Arme durch seinen früheren Aufenthalt in Sachsen traumatisiert, weil er da zwar schon kriminell, aber angeblich nicht sicher war.

Innenminister Seehofer wies sogar Bund und Ländern eine Mitschuld an den Morden zu: Er sagte der “Augsburger Allgemeinen”, was ihn an dem Fall am meisten beschäftige, sei die Frage, wie ein 24-jähriger Mann, der zwar kein Asyl bekommen habe, aber subsidiären Schutz als Flüchtling genieße und sich rechtskonform in Deutschland aufhalte, nach sechs Jahren in unserem Land in einer Obdachlosenunterkunft lebe. „Damit könnten „wir“ uns doch nicht abfinden. Also nicht die toten Frauen, sondern die Lebensumstände des Mörders bewegen unseren Innenminister am meisten. Die Familien der Toten müssen sich verhöhnt fühlen!

Während sich um diesen und zukünftige Täter einfühlsam bemüht wird, zeigt man ihren Opfern die kalte Schulter. Der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, sagte WELT AM SONNTAG, ob die Härteleistungen fließen könnten, hänge „von den weiteren Ermittlungen ab. Es geht weiterhin darum, die Hintergründe und Motive der Tat genauestens zu ermitteln.“

Seit 2018 zahlt die Bundesregierung den Hinterbliebenen terroristischer Straftaten und extremistischer Übergriffe 30.000 Euro für den Verlust naher Angehöriger. Auch Personen, die durch eine in Deutschland begangene terroristische Straftat verletzt wurden, können solche Härteleistungen beantragen. Versucht man deshalb mit allem Mitteln von einem terroristischen Hintergrund abzulenken?

Ein Opfer des Frauenmörders war eine alleinerziehende Mutter. Die Tochter steht jetzt mittellos da. Auf staatliche Hilfe ist nicht zu rechnen. Deshalb haben Bürger ein Spendenkonto eröffnet, um dem Mädchen eine Zukunft zu sichern. Leider wird ihr Name in diesem Zusammenhang nicht genannt. Hier kann gespendet werden:

Empfänger: Verein „Würzburg zeigt Herz“ – Kreditinstitut: Sparkasse Mainfranken

IBAN: DE37 7905 0000 0048 8375 20

BIC: BYLADEM1SWU

Verwendungszweck: „Eine Zukunft für A.“

Quellen:

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/linksextremisten-stuermen-bueros-von-oe24-wegen-frauenmord-berichte-77025172.bild.html

https://www.welt.de/vermischtes/article232379049/Messerattacke-von-Wuerzburg-Spendenaufruf-fuer-mittelloses-Maedchen.html?fbclid=IwAR3hmO2-RIUYIFkCEAtO11LFBzwwRJ_9JT7kmz3oOQG4-xblUt9KiAW9xXU

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/seehofer-wuerzburg-integration-100.html

Anmerkung: Während in eienr früheren Version des Artikels auf einen Antifanten “Jonathan ” Bezug genommen wird, hab eich die Passagen entfernt, weil eine nähere Untersuchung des Jonathan-Accounts den Verdacht nahe legt, dass es sich um Satire handelt, die allerdings mißverstanden werden kann.

Quelle: Vera Lengsfeld

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