Was mit uns gemacht wird, ist eine Hexenjagd. Bernd Lucke

Der Fall Maaßen - Eine Lachnummer der SPD

Die SPD hat es geschafft, dass einer der besten Terrorspezialisten unseres Landes nicht mehr für Sicherheitsfragen zuständig sein darf! Damit ist die Partei, wenn auch nur zur Hälfte, „befriedet“. Den Staatsfunkern war bei der Sondersendung von Tagesthemen nicht ganz wohl beim Überbringen dieser frohen Botschaft.

Hans-Georg Maaßen, so heißt die Mäuschen-Entscheidung, nachdem der SPD-Berg tagelang ganz mächtig kreißte, wird nun „Sonderberater“ im Innenministerium, aber nicht auf seinem Fachgebiet. Der Posten wird eigens für ihn geschaffen. Wichtig scheint vor allem zu sein, dass der Mann nun doch nicht befördert wird und mehr Geld kriegt. Das wird die Bevölkerung, zu deren Wohl das ganze Schmierentheater angeblich veranstaltet wurde, aber freuen!

Weniger erfreut zeigen sich die Verhandlungsführer. Seehofer watscht Andrea Nahles bei der Verkündung des Ergebnisses öffentlich ab. Ihm sei der „Kompromiss“ leicht gefallen, denn dieser Vorschlag wäre so schon früher besprochen, allerdings von Nahles abgelehnt worden.

Der Sonderreporter in Berlin Moritz Rödle kommt angesichts der neuen Verwerfungen regelrecht ins Stottern, als er erklären muss, dass es laut SPD eine andere Darstellung gäbe. War es nun Sonderberater oder Sonderbeauftragter? Rödle ist sich nicht sicher und korrigiert sich mehrmals, ehe ihm einfällt, dass man sich zum Schluss auf „Sonderberater“ geeinigt hatte.

Es ist ja auch schwierig, dem Geschiebe und Geschubse in der Koalition noch zu folgen.

Ist die SPD nun „befriedigt“? Kaum, denn es ist ihr ja nur gelungen, die Sicherheitsarchitektur unseres Landes nachhaltig zu erschüttern. Maaßen ist immer noch da. Es wird neue Diskussionen im Parteivorstand geben. Vor allem die „Jungen“ wüssten noch nicht, wie sie sich zu diesem Ergebnis stellen sollen.

Werden die Koalitionäre nun wieder „vertrauensvoll“ zusammenarbeiten können, will Caren Miosga von Rödle wissen. Der gerät ins Orakeln. Es wäre „schwierig“, das Vertrauen sei „eindeutig zerstört“. Aber nach der bayrischen Landtagswahl „erledige sich das Problem vielleicht von selbst“.

Welches Problem meint der Mann, die Absetzung Seehofers? Soll das eine Ankündigung sein, dass wir in den kommenden Wochen weiter mit unwürdigem Politiktheater belästigt werden?

Die Frage, ob mit der heutigen Lachnummer das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik wieder hergestellt werden konnte, wird vorsichtshalber nicht gestellt. Die passende Umfrage, dass nun 99,9% der Deutschen mit dem gefundenen „Kompromiss“ zufrieden und überzeugt sind, die fähigste und beste Regierung der Welt zu haben, muss erst noch hergestellt werden.

Quelle: Vera Lengsfeld

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Gunter Weißgerber, Richard Schröder, Julian Nida-Rümelin.

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