Uwe Steimle - ein Rassist?

von Vera Lengsfeld6.03.2018Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik, Medien

Wieder wird die Antisemitismus- und Rassismuskeule geschwungen. Diesmal trifft der Bann der linken Scharfrichter einen der Ihren. Selbst Rosa Luxemburgs eingeschränkte Freiheit für die andersdenkenden Genossen gilt heute nicht mehr.

Die Rede ist von Uwe Steimle, dem bekannten Schauspieler und Kabarettisten. In der Öffentlichkeit wurde er bekannt als Hauptkommissar Jens Hinrichs in der Fernsehserie Polizeiruf 110. Steimle war ein Liebling der Medien, solange er sich darauf beschränkte, die angebliche Unterdrückung des Ostens durch den Westen zu thematisieren und die SED-PDS-Linkspartei-Linke in den Himmel zu heben. Dann wurde der Mann aber zum Merkel-Kritiker. Einer der schärfsten und vor allem der witzigste.

Nun bläst ihm der Wind der Merkel-Medien heftig ins Gesicht. Plötzlich wird er vom Meißner Amtsgericht als „völkisch-antisemitischer Jammerossi“ bezeichnet und man wunderte sich öffentlich, dass man (z.B. der MDR) Steimle immer noch machen lässt. Das ist vorbei. Nun steht Steimle auf der Abschussliste.

Ausgerechnet ein Kirchenmann, der ehemalige Leipziger Thomaspfarrer Christian Wolff tat sich besonders hervor. (Zitat frei wiedergegeben: „…Verharmlosung des Rechtsradikalismus, seit wann sind
AfD und Pegida salonfähig?…“) 
Ergebnis: Steimle, der schon als Schirmherr der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade ernannt worden war, wird die Nominierung wieder entzogen.

Steimle fassungslos:

„Ich bin für den Frieden zu kontrovers. Der Frieden muss vor mir geschützt werden. Ausgerechnet die Friedensdekade macht sich zum willfährigen Werkzeug von Verleumdern und Hetzern. Ich bin nicht rechts. Ich habe mit beiden Stimmen links gewählt. Ich bin mit Gysi und Schorlemmer befreundet.“

Das wird ihm nicht helfen. Weder der eine, noch der andere werden ihrem Freund öffentlich zu Hilfe eilen. Steimle kann sich nur damit trösten, dass Sahra Wagenknecht von ihren Genossen auch nicht besser behandelt wird, als er.

Die Causa Steimle ist ein neuer Beweis dafür, wie schlecht es um die Freiheit der Andersdenkenden in Merkel-Land bestellt ist. Peinlich ist dabei vor allem die Rolle der Kirche.
Zu DDR-Zeiten waren die Kirchen Hilfe und Unterschlupf für Oppositionelle, heute sind sie willfährige Gehilfen und Bückdiener des vermeintlichen Mainstreams, der sogenannten „political correctness“ und der Machthaber.

Übrigens: Zu DDR-Zeiten ließ man die Kabarettisten und den Eulenspiegel trotz Zensur und Bevormundung erstaunlicherweise machen, wenn auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Wie einst im Mittelalter die Hofnarren. In der BRD anno 2018 gibt es diese Narrenfreiheit nicht mehr. Freiheit gibt es nur noch in den sozialen Netzwerken, wobei auch dort die Freiheitsfeinde aktiv sind. Steimle stürzte über einen „Einen Sturm der Entrüstung“. Wie damals Xavier Naidoo, beim ESC.

Wobei diejenigen, die behaupten, dass diese Netzwerke ein Hort von fake news und Hetze seien, und nach Zensur verlangen, eilfertig auf einen politisch korrekten „Shitstorm“ reagieren.

Wieder wird die Antisemitismus- und Rassismuskeule geschwungen. Diesmal trifft der Bann der linken Scharfrichter einen der Ihren. Selbst Rosa Luxemburgs eingeschränkte Freiheit für die andersdenkenden Genossen gilt heute nicht mehr.

6. Update

Für alle Leser: Ein Antisemit als Friedensbotschafter? Wenn es nach dem Willen der Ökumenischen Friedensdekade geht, soll es genau darauf in diesem Jahr hinauslaufen. Der von einem Gericht als „völkisch-antisemitisch“ eingeschätzte Dresdner Kabarettist Uwe Steimle soll im November die Schirmherrschaft der diesjährigen Friedensdekade übernehmen. In einem Interview rief er kürzlich zu einem „Marsch auf Berlin“ auf, um die Politiker im Reichstag „auszuhungern“. Die Öffentlich-Rechtlichen bezeichnet Steimle als „Propagandamedien“.

Quelle: Vera Lengsfeld”:http://vera-lengsfeld.de/2018/03/03/bekennender-linker-wird-als-rassist-verleumdet/#more-2466

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