Ich suche nicht nach Krisen, aber ich habe auch keine Angst vor Krisen. Frank-Walter Steinmeier

Die Diffamierung der Essener Tafel geht ungebremst weiter

Die Diffamierung Essener Tafel geht ungebremst weiter. Jetzt haben sich auch Kanzlerin Merkel und Dunja Hayali vom ZdF in die Hatz gegen die Menschen eingeschaltet, die mit ihrem sozialen und ökologischen Engagement unserer Gesellschaft unschätzbare Dienste leisten.

Kanzlerin Merkel verkündete in ihrem Kanzlerinnen-Kauderwelsch in einem RTL-Interview nach dem gestrigen Sonderparteitag:
„Ich glaube, da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut. Aber es zeigt auch den Druck, den es gibt und wie viele Menschen dieses Bedürfnis verspüren.Deshalb hoffe ich, dass man da auch gute Lösungen findet, die nicht Gruppen ausschließen. Aber es zeigt eben auch, wie viele Menschen auf so etwas angewiesen sind.“

Wir wollen hier nicht die Frage stellen, welches „Bedürfnis“ die „vielen Menschen“ fühlen und worauf sie „angewiesen“ sind.
Im Klartext: Schwache, wie Rentner und allein erziehende Mütter sind auf Schutz gegen rücksichtslos drängelnde, also verdrängende, junge Männer angewiesen. Wer das „nicht gut“ findet, hat ein äußerst eingeschränktes Bild von „Mitmenschlichkeit“, die von der Regierung Merkel wie ein Banner vor sich hergetragen wird. Merkels „Mitmenschlichkeit“ wird zu einem Morgenstern, mit dem auf Menschen eingedroschen wird, die das tun, was die Kanzlerin nach eigenem Bekenntnis nie tun würde: Sich um die Schwächsten der Gesellschaft kümmern. Ich erinnere daran, dass Mitglieder der letzten Merkel-Regierung dazu aufgerufen haben, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen, während die Regierungschefin verlauten ließ, dass sie keine Schutzsuchenden bei sich zu hause haben wolle.

Etwas differenzierter argumentiert die ZdF-Moderatorin Dunja Hayali. Sie findet, dass der vorübergehende Aufnahmestopp für drängelnde und schubsende junge Männer die „ Botschaft „Germans first“ „weltweit“ verbreitete. Deshalb verwundere es nicht wirklich, dass „in der Nacht zu Sonntag die Autos und die hintere Eingangstür reflexhaft mit „Fuck Nazis“-Sprüchen beschmiert wurden“.
Hayali übersieht, dass ihre Journalisten-Kollegen es waren die die angebliche Botschaft „Germans first“ weltweit verbreiteten, indem sie eine bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Lage zeichneten. Nach wie vor sind 75% der Kunden der Essener Tafel Ausländer. Die deutschen Kunden stehen nicht nur auf der Kundenliste an letzter Stelle, sondern werden auch bei den täglichen Essensausgaben ans Ende der Bedürftigen-Schlange geschoben.

Es ist ein Ergebnis der hetzerischen Falschberichterstattung der Medien, dass die Antifa aktiv wurde, was Frau Hayali „nicht wirklich“ verwundert. Klar, schon lange ist die Antifa der verlängerte, gewalttätige Arm der „Elite“, die ihr Experiment, eine erfolgreiche Demokratie in einen multiethnischen Totalitarismus zu verwandeln, mit allen Mitteln durchboxen will.

Immerhin findet Hayali es „grundfalsch“, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter Diskriminierungsverdacht zu stellen oder sie gar zu Rassisten zu stempeln. „In erster Linie sind das Menschen, die praktisch und unbürokratisch denjenigen helfen, die es bitter nötig haben. Und die diesen Menschen häufig das geben, was ihnen genommen wurde: ihre Würde.“

Aber sie kann es sich nicht verkneifen, von oben herab, ohne jede eigene Erfahrung, wie sie selbst einräumt, Ratschläge zu geben. Die Essener Tafel hätte ihrer Ansicht nach ein besseres Verfahren wählen müssen, um einen „Ausgleich“ herzustellen: Zum Beispiel „Punktesysteme, häufigere Öffnungszeiten, Losverfahren“ und anderes.

Frau Hayali hat offensichtlich nicht mitgekriegt, dass es sich bei den Tafelmitarbeitern um Ehrenamtliche handelt, die unbezahlt neben ihren sonstigen Verpflichtungen Essen an Bedürftige ausgeben. Wenn eine hoch bezahlte Frau mehr Engagement von Menschen verlangt, die unentgeldlich arbeiten, ist das schon sehr merkwürdig. Was hält Frau Halali davon ab, vor oder nach ihrem Dienst an der staatlichen Propagandafront einer Tafel bei der Essensausgabe zu helfen? In Amerika gehört es längst zum guten Ton, dass sich die Elite am Dienst für die Schwächsten beteiligt. Die deutsche „Elite“ mit und ohne Migrationshintergrund beschränkt sich darauf, Anweisungen an Andere zu erteilen, die sie gefälligst auszuführen haben, aber bitte politisch-korrekt! Die Arroganz der Macht kommt vor dem Fall!

Quelle: Vera Lengsfeld

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Dokumentation - Texte im Original, Herbert Ammon, The European Redaktion.

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