Tatort Social Network

von Uta Schwarz20.10.2009Gesellschaft & Kultur, Wissenschaft

Wir verbringen viel Zeit mit unseren virtuellen Freunden, teilen via Facebook und Co. unseren Alltag und geben dabei viel von uns preis. Doch Vorsicht: Der Feind liest mit und das kann manchmal sogar tödlich ausgehen.

Es ist ja schon so viel über soziale Netzwerke wie Facebook, Schüler- und StudiVZ geschrieben worden: Doof sind sie, weil man andauernd komische Quizze macht oder zumindest von denen liest, die die doofen Quizze gemacht haben (Für Crime-Interessierte bietet Facebook beispielsweise eine ganze Reihe Tests: Welche Mordwaffe bist Du? Welcher Verbrechertyp bist Du? Bist Du Opfer oder Täter?). Zeitklauer sind sie, weil man viel mehr Zeit mit den virtuellen Freunden verbringt, die ohnehin gar keine echten Freunde sind und für die echten Freunden hat man dann ja keine Zeit mehr. Und gefährlich sind sie, weil nun jeder alles über einen weiß, nicht nur die ohnehin nicht echten Freunde, sondern auch die wirklich falschen, die die man gar nicht kennen will. Urlaubsbilder, Musikvorlieben, Hobbies, Geburtstagsdaten, alles, was man (mit-)teilt, kann und wird gelesen. Nur von wem, das hat man nicht mehr in der Hand.

Werbebanner angepasst

So war es auch nicht wirklich überraschend, dass wahrscheinlich gleich drei Hackern diese Woche ein immenser Datenklau bei SchülerVZ nachgewiesen werden konnte. Davon gehen ja ohnehin schon alle aus. Und es ist schon fraglich, ob der Diebstahl der Zugangsdaten von Millionen Mitgliedern überhaupt strafbar ist. Denn die Täter haben zwar mit Hilfe so genannter Crawler, kleiner bösartiger Computer, die in Windeseile Profile lesen und die Daten dann auf einer Datei sammeln, die semi-privaten Details ausgespäht, aber sie waren selber Mitglied in der Community und haben sich daher nicht “unberechtigt Zugang verschafft”, beziehungsweise mussten eine Zugangssicherung nicht überwinden. Allerdings sind solche Daten auf dem Schwarzmarkt Millionen wert. Und man ist auch nur deshalb latent ruhig, da man nicht seine kompletten Kreditkarteninformationen auf den sozialen Netzwerken postet, sondern nur eine Art öffentliches Tagebuch führt, dessen Werbebanner zukünftig eventuell etwas abgestimmter auf das eigene Profil ausfallen könnten. Richtig gefährlich bei sozialen Netzwerken sind offensichtlich immer noch andere Dinge: In den USA beispielsweise wurde vergangene Woche ein Mann wegen Mordes verurteilt. Er hatte seine Freundin umgebracht, nachdem sie ihren Beziehungsstatus auf Facebook von “In einer Beziehung lebend“ zu “Single” verändert hatte.

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