Es ist Krieg und jeder geht hin

von Ulrich Delius30.04.2012Außenpolitik

Im Sudan spenden Abgeordnete ihr Gehalt für die Armee. Die Region ist ausgelaugt und versehrt. Dennoch droht erneut ein offener Krieg zwischen Nord und Süd auszubrechen.

Die Welt steht vor einem Scherbenhaufen. Der Friedensprozess zwischen dem Sudan und Südsudan hat sich verflüchtigt, was bleibt ist Kriegsrhetorik und unverantwortliches Handeln der beiden Konfliktparteien. Die Welt muss handeln, soll ein Gemetzel verhindert werden. „Stell Dir vor, es gibt Krieg und jeder geht hin!“ Unter diesem verstörenden Motto kann man die dramatische Lage im Sudan und Südsudan zusammenfassen. Fast täglich bewegt sich der Konflikt zwischen beiden verfeindeten Regierungen auf einer Eskalationsspirale hin zu einem offenen Krieg. Doch nicht nur die Regierungen provozieren mit Äußerungen wie Taten – auch unter Politikern und in der Bevölkerung nimmt das Kriegsgebrüll stetig zu.

2,7 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Parlamentsabgeordnete im Südsudan spenden demonstrativ einen Teil ihres Gehalts für die Armee und rufen zur offensiven Landesverteidigung auf. Und im Sudan gibt es viele Stimmen, die die Abspaltung des Südsudan niemals wollten

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