Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten. Karl Kraus

Innovation ist der beste Wachstumstreiber

Das Klima wandelt sich, und die Ressourcen werden knapper: Innovationen entlang der gesamten Wertkette sind nun gefragt wie nie zuvor. Wie das funktionieren kann, zeigten ausgerechnet die Veranstalter der Olympischen Winterspiele in Vancouver.

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Klimawandel und Ressourcenknappheit setzen weltweit neue Rahmenbedingungen für Gesellschaften und Ökonomien. Gesellschafter, Manager und Führungskräfte sind deshalb gut beraten, sich rechtzeitig mit den Auswirkungen dieser Megatrends auf das Geschäftsmodell ihres Unternehmens auseinanderzusetzen. Die möglichen Auswirkungen dieser Phänomene müssen in die langfristige strategische Planung integriert werden.

Die Megatrends Klimawandel und Ressourcenknappheit verändern das Umfeld von Unternehmen massiv, weil sie ein Umdenken bei den Stakeholdern auslösen und ihre Erwartungen und Bedürfnisse erheblich beeinflussen. Dieser Trend verstärkt den Handlungsdruck auf Unternehmen, ihre Geschäftsstrategie an den sich wandelnden Ansprüchen der wichtigen Stakeholder-Gruppen Kunden, Investoren und Staat auszurichten.

Wachstum muss nicht immer höheren Ressourcenverbrauch bedeuten

Eine systematische Auseinandersetzung bedeutet, die Chancen und Risiken zu untersuchen, die sich aus diesen Megatrends für die eigene Branche bzw. das eigene Geschäftsmodell ergeben. Diese Analyse muss entlang der gesamten Wertkette erfolgen. Für das Gelingen des nachhaltigen Transformationsprozesses sind vier Faktoren entscheidend: das Engagement der Führungsebene, klare Zielvorgaben, Festlegung von Strukturen und Abläufen sowie die Motivierung der Mitarbeiter.

Wachstum muss nicht immer einen höheren Ressourcenverbrauch bedeuten. Das beste Beispiel dafür ist Energieeffizienz: Mit der heute verfügbaren Technologie kann in Europa der Endenergieverbrauch um rund 20 bis 30 Prozent reduziert werden, wenn bei der Sanierung oder dem Ersatz von Anlagen und Geräten energieeffiziente Lösungen zum Einsatz kommen. Das hat erhebliche Vorteile, sowohl für den Klimaschutz als auch für die Volkswirtschaft: niedrigere Kosten, weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und geringere CO2-Emissionen. Der sparsame Verbrauch von Energie schafft eine Win-win-Situation für Umwelt und Unternehmen. Energieeffizienz senkt den Energieverbrauch und entlastet die Unternehmen auf der Kostenseite. Gleichzeitig sinkt die Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen bzw. Erhöhungen der Preise fossiler Energieträger.

Innovation ist der Wachstumstreiber schlechthin

Wichtige Handlungsfelder bei der Verbesserung der Energieeffizienz sind innovative Technologien und Dienstleistungen, Prozessoptimierung, Green IT, Logistik und nachhaltiges Immobilienmanagement. Innovation ist der Wachstumstreiber schlechthin. Neue und verbesserte Produkte und Leistungen sind unabdingbar für die Differenzierung im Wettbewerb; sie verschaffen einem Unternehmen den entscheidenden Vorsprung im Wettbewerb. Im Rahmen der Green Transformation besteht die zentrale Aufgabe bei der Entwicklung neuer Produkte und Leistungen darin, das Innovationsmanagement an den Megatrends Klimawandel und Ressourcenknappheit auszurichten.

Ein besonders symbolträchtiges Beispiel für innovative stoffliche Wiederverwertung war auf den Siegertreppchen bei den Olympischen Winterspielen 2010 zu besichtigen: Die Medaillen in Vancouver waren zu 100 Prozent aus recycelten Materialien, die in ihrem ersten Leben in Computern, Handys oder anderen elektronischen Geräten steckten. Das kanadische Bergbauunternehmen Teck Resources hat Gold, Silber und Bronze für die Auszeichnung der Athleten also aus Elektroschrott gewonnen.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Oliver Götz, Ivan Disch, Oliver Götz.

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