Die besten Filme des Jahrzehnts

Tobias Kniebe23.12.2009Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft

Tobias Kniebe, Filmredakteur der Süddeutschen Zeitung, hat für The European eine Liste der besten Filme der letzten zehn Jahre zusammengestellt.

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1) Million Dollar Baby, Clint Eastwood, USA 2004 Wenn es darum geht, große Geschichten zu finden und diese dann mit der Eleganz, Ökonomie und Konsequenz eines klassischen Filmemachers zu erzählen, ist Clint Eastwood derzeit nicht zu schlagen. 2) No Country For Old Men, Joel & Ethan Coen, USA 2008 Niemand in Hollywood ist so zuverlässig überraschend wie dieses Brüderpaar – ihr bisher größter Erfolg war zweifellos die Adaption des 2005 erschienenen Romans “No Country for Old Men” von Cormac McCarthy. 3) Traffic, Steven Soderbergh, USA 2000 Ein Meister seines Handwerks verbindet das Denken in großen politischen Zusammenhängen gleichermaßen mit sozialem wie ästhetischem Bewusstsein. 4) Antichrist, Lars Von Trier, DK 2009 Hinter lustvoll eingesetzten Schockeffekten verbirgt sich der letzte große Metaphysiker des Weltkinos; er vermag es, eindrucksvoll biblische Symbolik zu illustrieren und erinnert uns daran, wie furchtbar diese sein kann. 5) Ali, Michael Mann, USA 2001 Dieser Regisseur will die Welt fast dokumentarisch genau erforschen – und findet doch traumwandlerisch sicher ihre magischen Momente. 6) Crouching Tiger, Hidden Dragon, Ang Lee, Taiwan/HK/US/China 2000 Ein Höhepunkt des schwerelosen asiatischen Martial-Arts-Kinos, das eine völlig eigene Kunstform darstellt. 7) In The Mood For Love, Wong Kar-Wei, HK/F 2000 Nirgends hat die Sehnsucht in diesem Jahrzehnt so ungehemmt schön gewütet wie bei Wong Kar-Wei. 8) The Departed, Martin Scorsese, US 2006 Der Film eines nach wie vor großen Meisters – auch wenn dies nicht sein bestes Jahrzehnt war. 9) Mulholland Drive, David Lynch, US 2001 Das letzte bedeutende Werk, bevor David Lynch ganz in die transzendentale Meditation verschwand – aber was für eins! 10) The Royal Tenenbaums, Wes Anderson, US 2001 Die wundervollen Neurosen der Hochbegabung kennt dieser Regisseur aus eigener, unmittelbarer Erfahrung.

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