Ich bin von Clowns und Zombies umgeben, also mache ich am besten alles selbst. Nicolas Sarkozy

Thomas Schmid

Thomas Schmid

Gegenüber Heilslehren ist er misstrauisch, und die Bürgerfreiheit schätzt er. Thomas Schmid ist Lektor, freier Autor und Journalist. Zuletzt arbeitete Schmid in Berlin als Chefredakteur und dann als Herausgeber der „Welt“-Gruppe. In seinem Blog veröffentlicht er regelmäßig Kommentare, Essays, Buchbesprechungen, Nachrufe und Beobachtungen aus dem Alltag.

Zuletzt aktualisiert am 14.02.2018

Debatte

Am rechten Rand

Die AfD ist seit ihrer Gründung Schritt für Schritt immer weiter in Richtung Rechtsradikalismus gewandert. Außer Zündeln und groben Worten hat die Partei wenig zu bieten. Eine zukunftsfähige Partei ist sie vermutlich nicht, meint Thomas Schmid.

Debatte

Der Koalitionsvertrag und seine Macher

Der Koalitionsvertrag bezeugt zum einen, dass es in Deutschland zwischen den zwei noch halbwegs großen Lagern im Grunde keine auch nur annähernd fundamentalen Differenzen mehr gibt. Der ideologische Streitstall ist fast vollständig ausgemistet.

Debatte

Ich habe erkennbar keine Mehrheit"

Cem Özdemir hat dieser Tage aufs Schönreden verzichtet. Er hat zugegeben, dass er aus strömungsgeographischen Gründen keine Chance hat, das Amt des grünen Fraktionsvorsitzenden zu bekommen, das ihn gereizt hätte.

Debatte

Angela Merkel sollte aus dem Amt ausscheiden

Dass es niemanden gebe, der Angela Merkel im Bundeskanzleramt ersetzen könne, ist auf Dauer auch kein Argument. Die CDU verfügt über viele Talente. Es müssen nur Bedingungen geschaffen werden, dass sie zum Zuge kommen können.

Debatte

Die Stunde des Frank-Walter Steinmeier

Eine kleine List der Geschichte hat Steinmeier vorübergehend zum Herrn des Verfahrens gemacht. Angela Merkel, seine einstige Dienstherrin, ist auf einmal seine Magd. Steinmeier kann entscheiden, wem er den Auftrag gibt, eine Regierung zu bilden. Man darf annehmen, dass er Präsident genug ist, der Versuchung zu widerstehen, es der eben noch alternativlosen Angela Merkel heimzuzahlen.

Debatte

Weniger Europa ist mehr Europa

Die Zukunft der EU hat die Aufmerksamkeit der besten politischen Köpfe verdient, gerade auch in Wahlkampfzeiten. Dass dem nicht so ist, stimmt skeptisch. Denn die europäische Einigung ist nun einmal – trotz „Pulse of Europe“ – ein Elitenprojekt. Wenn selbst die Eliten es vernachlässigen, ist das ein Menetekel.

Debatte

Alexander Gaulands Weg

Was Alexander Gauland jetzt über die stellvertretende SPD-Vorsitzende und Integrationsministerin Aydan Özoguz geäußert hat, ist schlicht indiskutabel. Mehr noch: Es ist verbale Brandstiftung. Gauland weiß natürlich, dass es in der Bundesrepublik Deutschland keinerlei Handhabe gibt, eine in Deutschland geborenen Türkin, die seit 28 Jahren deutsche Staatsbürgerin ist, des Landes zu verweisen.

Debatte

Schulz reloaded

So mancher, der eben noch von Martin Schulz fasziniert war, überschüttet den Kandidaten jetzt mit Spott. Das ist ebenso fehl am Platz wie der Jubel davor.

Debatte

Noch gehört der Islam nicht zu Deutschland

Die Abwehr des Islams, die unsere Neonationalisten wollen, ist keine Perspektive. Deutschland ist ein Einwanderungsland, auch für Muslime. Deren Zahl wird nicht ab-, sondern zunehmen. Und das wird Deutschland auch verändern, ob wir das wollen oder nicht.

Debatte

Das französische Experiment

Ein Präsident Macron wird dieses Amt neu erfinden müssen. Bei seinem ersten Auftritt am Wahlabend sah man ihm förmlich an, wie ihn diese Verantwortung, die nun wohl auf ihn zukommt, auch erbleichen lässt. Das spricht für ihn. Im Wahlkampf hat er sich als Rebell gegeben. Er verlöre, wenn er nach seiner Wahl zum Präsidenten wie alle seine Vorgänger in die Rolle des Übervaters der Nation schlüpfte.

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