Da krieg ich so den Ball und das ist ja immer das Problem. Gerald Asamoah

Thomas Schmid

Thomas Schmid

Gegenüber Heilslehren ist er misstrauisch, und die Bürgerfreiheit schätzt er. Thomas Schmid ist Lektor, freier Autor und Journalist. Zuletzt arbeitete Schmid in Berlin als Chefredakteur und dann als Herausgeber der „Welt“-Gruppe. In seinem Blog veröffentlicht er regelmäßig Kommentare, Essays, Buchbesprechungen, Nachrufe und Beobachtungen aus dem Alltag.

Zuletzt aktualisiert am 14.02.2018

Debatte

Der SPIEGEL steht vor einem Scherbenhaufen

Keine Frage: Es wirft ein außerordentlich schlechtes Licht auf den „Spiegel“, dass es einem jungen, ehrgeizigen und erfindungsreichen Journalisten gelingen konnte, die Führungsebene und die Kontrollinstanzen des Magazins über eine beträchtliche Zeit hinweg vollständig hinters Licht zu führen.

Debatte

Der Zauber eines Liedes, das die Welt berührt

Es gibt Lieder, gegen die man sich nur schwer wehren kann. „Stille Nacht, heilige Nacht“ gehört zu diesen Liedern. Selbst viele Agnostiker, ja Kirchen- und Christentumsfeinde berührt sein verführerischer Klang. Es weht sie, mit Ernst Bloch zu sprechen, von weit, weit her etwas an, dem sie sich nicht entziehen können.

Debatte

Eine deutsche Kluft zwischen West und Ost existiert

Fast drei Jahrzehnte ist es her, dass Deutschland zum zweiten Mal eine staatliche Einheit fand. Dieses Mal war sie nicht von Preußen, sondern vom „Volk“ erzwungen worden. Die Chemnitzer Ereignisse Ende August dürften aber auch den nachsichtigeren Einheitsenthusiasten klargemacht haben, dass immer noch eine deutsche Kluft zwischen West und Ost existiert, schreibt Thomas Schmid auf "die Texte".

Debatte

Am rechten Rand

Die AfD ist seit ihrer Gründung Schritt für Schritt immer weiter in Richtung Rechtsradikalismus gewandert. Außer Zündeln und groben Worten hat die Partei wenig zu bieten. Eine zukunftsfähige Partei ist sie vermutlich nicht, meint Thomas Schmid.

Debatte

Der Koalitionsvertrag und seine Macher

Der Koalitionsvertrag bezeugt zum einen, dass es in Deutschland zwischen den zwei noch halbwegs großen Lagern im Grunde keine auch nur annähernd fundamentalen Differenzen mehr gibt. Der ideologische Streitstall ist fast vollständig ausgemistet.

Debatte

Ich habe erkennbar keine Mehrheit"

Cem Özdemir hat dieser Tage aufs Schönreden verzichtet. Er hat zugegeben, dass er aus strömungsgeographischen Gründen keine Chance hat, das Amt des grünen Fraktionsvorsitzenden zu bekommen, das ihn gereizt hätte.

Debatte

Angela Merkel sollte aus dem Amt ausscheiden

Dass es niemanden gebe, der Angela Merkel im Bundeskanzleramt ersetzen könne, ist auf Dauer auch kein Argument. Die CDU verfügt über viele Talente. Es müssen nur Bedingungen geschaffen werden, dass sie zum Zuge kommen können.

Debatte

Die Stunde des Frank-Walter Steinmeier

Eine kleine List der Geschichte hat Steinmeier vorübergehend zum Herrn des Verfahrens gemacht. Angela Merkel, seine einstige Dienstherrin, ist auf einmal seine Magd. Steinmeier kann entscheiden, wem er den Auftrag gibt, eine Regierung zu bilden. Man darf annehmen, dass er Präsident genug ist, der Versuchung zu widerstehen, es der eben noch alternativlosen Angela Merkel heimzuzahlen.

Debatte

Weniger Europa ist mehr Europa

Die Zukunft der EU hat die Aufmerksamkeit der besten politischen Köpfe verdient, gerade auch in Wahlkampfzeiten. Dass dem nicht so ist, stimmt skeptisch. Denn die europäische Einigung ist nun einmal – trotz „Pulse of Europe“ – ein Elitenprojekt. Wenn selbst die Eliten es vernachlässigen, ist das ein Menetekel.

Debatte

Alexander Gaulands Weg

Was Alexander Gauland jetzt über die stellvertretende SPD-Vorsitzende und Integrationsministerin Aydan Özoguz geäußert hat, ist schlicht indiskutabel. Mehr noch: Es ist verbale Brandstiftung. Gauland weiß natürlich, dass es in der Bundesrepublik Deutschland keinerlei Handhabe gibt, eine in Deutschland geborenen Türkin, die seit 28 Jahren deutsche Staatsbürgerin ist, des Landes zu verweisen.

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